Sonntag, August 28, 2005

Verschwörung am Nockherberg

Zurück aus München blicken wir nicht nur auf einen schönen Abend zurück, danken den Organisatoren Enno und Doro sowie den freundlichen Herren Waldorf und Statler, die den Fond des offiziellen S & W Partymobil zur Verfügung stellten und „Cast Away“ am Frankfurter Flughafen mit Bravour nachstellten, sondern streben mit neuem Elan ein weiteres Treffen an.
Nach dem ersten, sozusagen inoffiziellen Treffen in Mainz war die Resonanz mit circa 70 Teilnehmern sehr, sehr gut. Es wurden anregende Gespräche geführt und neue Kontakte geknüpft.
Die Vorfreude auf das nächste Treffen ist jedenfalls riesig!

Karin Quade
Martin Hagen
PI
Achse des Guten



Freitag, August 26, 2005

München, wir kommen!

AS und ich verabschieden uns - wie annährend alle Blogger - bis zum Montag und wünschen ein schönes Wochenende!



Empfehlenswert

Der Wahl-o-Mat räumt auch die letzten Zweifel vor der Bundestagswahl aus.
Ein empfehlenswertes Programm, das leider nur zu wenige Wähler nutzen.



Mittwoch, August 24, 2005

Geniale Idee

Bei ebay findet man doch hochinteressante Angebote:

Die PARTEI (gegründet von der Redaktion des Satiremagazins TITANIC) macht Ihnen ein seriöses Angebot: Hier bieten Sie nach Wunsch auf 25 Sekunden TV - Werbezeit im ZDF im Wert von knapp 10.000,- € oder auf 90 Sekunden product placement. Und zwar am 14.9. gegen 17.55 Uhr.

Diese 25 Sekunden liegen innerhalb eines Wahlwerbespots der PARTEI (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative). Wenn Sie für Waffen, Tabakwaren, Branntwein etc. werben möchten, platzieren wir Ihr Produkt gut sichtbar und werbewirksam über die ganze Spotlänge von 90 Sekunden.



Tot ?

Das Saarland hat also außer einer ausgezeichneten Anbindung an zum größten Teil Tempolimit freien Autobahnen doch noch einen weiteren positiven Aspekt! Es hätte beinahe Müntefering umgebracht. Na ja, was noch nicht ist, kann ja noch werden, Ärzte sind ja bekanntlich auch nur Menschen und vor Fehlern nicht gefreit…



Gott ist ein Sozi! [Update]

Dank "Doro" noch ein passendes PLakat dazu:

Image Hosted by ImageShack.us


Schockierende Bilder aus Bayern und der Schweiz. Selbstredend tragisch, welches Leid den Menschen zu Teil wird, schlimmer finde ich aber die Vorzeichen für die Wahl.
Ich meine, da wird doch nicht schon wieder so ein Trottel in Gummistiefeln herumwatschen und die Wahl gewinnen…



Friedenstaube entlaufen

Nachdem ich es heute Nacht nach dem Wahrnehmen der Nachrichten irgendwie schaffte, dem Reiz dieses Großflächenplakat der SPD mit dem Auto niederzuwalzen nicht zu erlegen, hatte ich zwar genug Wut im Bauch mich über den GröDaZ auszulassen, sehe aber ein, dass es andere bereits äußerst trefflich beschrieben haben.

Davids Medienkritik
Oliver Luksic
Statler & Waldorf



Samstag, August 20, 2005

Jeff Gedmin hat Recht!

Während diverse Blogger zur Zeit dem - mir persönlich zwar etwas suspekten, aber zugegeben anziehenden - Papstkult frönen und sich nach Köln begeben haben, bin ich endlich wieder zurück am heimischen PC und kann es kaum erwarten, auf den immer, wirklich immer genialen Jeff Gedmin hinzuweisen. In einem Brief an die kommende Kanzlerin Angela Merkel – egal welche Koalitionen geschmiedet werden bzw. der Wähler erdulden muss, sie wird die nächste Kanzlerin, einzige andere Alternative wäre eine rot-rot-grüne Regierung unter Müntefering, dafür spricht aber nur der fehlende Konfrontationskurs der Grünen zur SPD – schreibt er seine Gedanken nieder, Gedanken, die so manchen von uns ganz und gar nicht unbekannt sind. Ein Auszug:


Ich glaube, viele Deutsche würden mehr Offenheit schätzen.
Warum sollte man den Wählern nicht offen sagen, daß die soziale Marktwirtschaft nicht mehr funktioniert? Ich weiß, das alte Modell wird verehrt wie eine Religion, und Politiker aller Parteien fühlen sich verpflichtet, kategorisch abzulehnen, was nach "amerikanischen Verhältnissen" aussieht. Keiner möchte "hire and fire" oder "Kapitalismus pur". Aber man könnte den Wählern durchaus sagen, daß solche verbrauchten Klischees Karikaturen sind, die von denen in die Welt gesetzt werden, die ihre Vision vom paternalistischen Staat verteidigen wollen. (Ja, Herr Müntefering, sogar die USA haben Gewerkschaften, und Kinderarbeit ist verboten!).


Und weiter:


Auf den ersten Blick kämpfen Sie gegen Rot-Grün. Aber Deutschlands Problem überschreitet die Parteipolitik. Ich glaube, es gibt in Deutschland zwei Kulturen, die um die Zukunft des Landes kämpfen. Auf der einen Seite die, die Wettbewerb haßt, die Zukunft fürchtet und Klassenkampf und Sozialneid schürt. Deren Taktik ist immer die gleiche: blockieren. Anhänger dieser Kultur findet man generationsübergreifend in den neuen und alten Bundesländern und in Ihrer eigenen Partei. Bevor Sie das Land voranbringen können, müssen Sie diese Nostalgiker und Bremser intellektuell überwältigen.


Diesen treffenden Beobachtungen und Schlüssen Gedmins kann ich nur zustimmen!



Mittwoch, August 17, 2005

Poetisches Ossi-Bashing II

Auf den Straßen in Berlin und Leipzig
Demonstrierten Neunzehnneunundachtzig
Sie für Einheit, Freiheit, Menschenrechte -
Gegen die Partei, die selbstgerechte -
Gegen Plansoll, Platte, Moskautreue -
Für die ganze deutsche Republik, auf's Neue!

Heute, ein paar Jahre und Billionen
Später sehnen die sich, die dort wohnen
Wieder nach der Proletarierherrschaft
Und nicht nur ein Bayer fragt sich ernsthaft:
Als sie damals schwenkten unsre Fahnen,
Ging's um Freiheit - oder um Bananen?

Stolz zu sein, daß man auf eig'nen Beinen
Stehn kann, ist die Freiheit, die wir meinen -
Frohen Mutes Neuland zu begehen,
Stets, wo and're zaudern, Chancen sehen -
Frei ist nicht, wer nur aus fremden Taschen
Hofft, per Ukas etwas zu erhaschen!

Bald schon dürfen wählen unsre Brüder
Zwischen Elb' und Oder mit uns wieder
Und das ganze Deutschland arg bestrafen
Mit der roten Herrschaft, die, gleich Schafen,
Sie noch immer störrisch präferieren
Und nun auch dem Westen oktroyieren.

Drum woll'n wir die Mauer wieder haben,
Und dazu die Gelder, die wir gaben -
Denken wehmutsvoll an jene Tage,
Als noch offen war die große Frage -
Träumend, daß man schütze und erhalte
Unsre freie deutsche Republik - die alte!


Ein Freigetränk in München (und bei Nichtabholung immer noch Ruhm und Ehre ;-) jedem Leser, der sich selbst an einem kleinen Knüttelvers (oder gerne auch an 'nem Sonett) versucht!



Dienstag, August 16, 2005

Ein wenig Poesie gefällig?

Um ein wenig Öl ins Feuer zu gießen und die zwar taktisch sehr unklugen, aber doch nicht ganz falschen Äußerungen Edmund Stoibers in Erinnerung zu rufen versuchte sich heute ein sehr guter Freund von mir als Poet. Überspitzt und nicht ganz ernst gemeint, muss ich sagen, es ist ihm gelungen.

Drüben

Wiederaufbau und Milliarden,
Wurden an die Wand gefahren,
Ostdeutschland, es lebe hoch,
Erhält uns unser Haushaltsloch.

Arbeitslose ganz beträchtlich,
Kaum der deutschen Sprache mächtig,
Nicht ins Ausland muss man geh'n,
Sondern nur nach Drüben seh'n.

Und die Lösung,
Wer kommt 'drauf:

BAUT DIE MAUER WIEDER AUF


by DJ



Rückzug, aka Vertreibung

Image Hosted by ImageShack.us

Es fällt schon schwer die Bilder von verzweifelten jüdischen Siedlern und jubelnden, gar triumphierenden Palästinensern heute in den Nachrichten zu ertragen.
Israel zieht sich also vollständig aus dem Gaza Streifen zurück, hinterlässt „blühende Landschaften“, die unter großen Entbehrungen von jüdischen Siedlern erbaut wurden. Hinterlässt einen sicherlich kostspieligen, aber vielleicht doch notwendigen Vorposten im Gaza Streifen. Hinterlässt viele jüdische Siedler mit ihrer Trauer um ihr verlorenes Heim.
Was wird nun aus dem Gaza Streifen? Die Arbeitslosenquote beträgt nahezu 60 %, die Kriminalitätsrate ist in den letzten Jahren in die Höhe geschnellt. Keine guten Vorausetzungen um eine Kultivierung der Region fortzusetzen.
Ferner verkündete die Hamas am Samstag, der Kampf gegen Israel würde weitergehen. Somit stellt sich die Frage, wozu dieser Rückzug? Dient er einer friedlichen Koexistenz – sofern diese überhaupt möglich ist - oder ist der Rückzug ein Bestandteil besorgniserregender Appeasementpolitik? Zudem stellt sich die Frage, wie glaubhaft Scharon mit seiner Politik noch ist. Wir erinnern uns, vor zwei Jahren war Ariel Scharons Meinung eine ganz andere:

One must not negotiate under fire. There will be no concession to terror. A unilateral withdrawal is not a recipe for peace. It is a recipe for war.

Und so erscheint es auch mir. Genau wie bei dem Abzug israelischer Truppen aus dem Libanon vor etwa fünf Jahren könnte dieser Rückzug neue Gewaltaktionen, sprich Terror, erzeugen. Nicht nur die Hamas, auch zahlreiche weitere Untergrundorganisationen fühlen sich bestätigt und sprühen scheinbar vor neuer Motivation. Motivation, unschuldige Menschen zu töten.
Israel kann es sich in seiner Lage kaum eine Spaltung mitten durch die Gesellschaft hindurch leisten. Und diese Spaltung wurde und wird wohl gerade vollzogen. Statt die jüdischen Siedlungen im Gaza Streifen aufzugeben und hart erkämpfte, nun kultivierte Landstriche der Verwahrlosung zu überlassen sollte der gesellschaftliche Zusammenhalt gegen den Terror und gegen die Unterstützer dieses Terrors forciert werden.
Ich zweifele an der Richtigkeit der Räumung der Siedlungen, zeigen doch gerade die neuen Drohungen der Hamas wie wenig Einfluss die Räumungen auf eine viel versprechende und positive Lösung des Konfliktes haben werden.

Siehe dazu auch:

Partystimmung bei der Hamas
A Democracy killing itself



Sonntag, August 14, 2005

Nur zu gerne dabeigewesen...

wäre ich bei diesem Interview des SPIEGEL mit Springer-Chef Döpfner. In einem charmanten Einstieg vergleichen die SPIEGEL-Journalisten ihren Interviewpartner mit dem größenwahnsinnigen Protagonisten aus Citizen Kane:

SPIEGEL: Herr Döpfner, wann haben Sie zuletzt "Citizen Kane" gesehen, den Filmklassiker, in dem es um einen übermächtigen Medienmogul und dessen Allmachtsphantasien geht?

Döpfner: Vor fünf, sechs Jahren habe ich mir das Video ausgeliehen, warum?

SPIEGEL: Weil viele im Land jetzt einen "Citizen Döpfner" fürchten, einen übermächtigen Medien- und Meinungsmanager, der über einen beispiellosen Medienverbund von der "Ostsee-Zeitung" bis zum Nachrichtenkanal N24 Stimmung macht. Sie waren selbst lange Journalist und Chefredakteur. Haben Sie Verständnis für diese Angst?

Döpfner: Man sollte die Kirche im Dorf lassen. Solche Befürchtungen sind nun wirklich nicht angemessen.


Dann kommen die drei Interviewer auch direkt zur Sache und konfrontieren Döpfner mit dem Vorwurf des konservativen Meinungsmonopols. Als dieser die Bertelsmann-Bteiligung an STERN und SPIEGEL anspricht, folgt eine Reaktion, die ich nur zu gern in den Gesichtern der Journalisten verfolgt hätte:

SPIEGEL: Das ist die ökonomische Logik. Für die Medienvielfalt im Land ist eine solche Konzentration dennoch bedenklich.

Döpfner: Wo sehen Sie da den Unterschied zu Bertelsmann, Gruner +Jahr und RTL?

SPIEGEL: Bertelsmann veröffentlicht neben dem "Stern" vor allem unpolitische Titel wie "Schöner Wohnen", "essen & trinken" und "Geo". Springer dagegen ist ein sehr politisches Verlagshaus, das allein zehn Tageszeitungen herausgibt und an weiteren zehn beteiligt ist.

Döpfner: Es schmeichelt uns zwar, wenn ausgerechnet Sie die "Bild"-Zeitung für publizistisch mächtiger halten als etwa ein politisches Nachrichtenmagazin wie den SPIEGEL ...

SPIEGEL: ... Wie kommen Sie darauf? Sie haben in den letzten Tagen wiederholt gesagt, Bertelsmann kontrolliere den SPIEGEL. Tatsächlich ist der Konzern über seinen Verlag Gruner+Jahr zu 25,5 Prozent am SPIEGEL beteiligt. Das rechtfertigt Ihre Zurechnung kaum, oder?

Döpfner: Können wir uns darauf einigen, dass Bertelsmann beim SPIEGEL als Gesellschafter einen wichtigen Einfluss ausübt?

SPIEGEL: Ja, aber es kontrolliert ihn nicht. Das ist ein gravierender Unterschied, auf den wir Wert legen.


Ähnlich hysterisch die Reaktion auf Höpfners Bemerkung, innerhalb des Hauses Springer gäbe es durchaus Meinungsvielfalt:

SPIEGEL: Nur hat Bertelsmann sich nie derart deutlich als politisches Unternehmen positioniert, wie Ihr Haus es seit der Gründung durch Axel Springer getan hat und immer noch tut.

Döpfner: Unsere Zeitungen berichten viel über Politik, aber wir haben keine parteipolitische Agenda. Axel Springer ist heute ein kapitalmarktorientiertes, auf wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtetes Unternehmen. (...)

SPIEGEL: Springer steht für einen Wertekanon, es gibt sogar Unternehmensgrundsätze, die alle Mitarbeiter unterschreiben müssen.

Döpfner: Es ist doch ein Ausweis von Transparenz, dass wir mit diesen Grundsätzen formulieren, welche Werte und gesellschaftspolitischen Grundpfeiler dieses Haus hat. Was steht in den Unternehmensgrundsätzen: Wir unterstützen die europäische Einigung, die Lebensrechte des israelischen Volkes, das transatlantische Bündnis, die freie soziale Marktwirtschaft, und wir sind gegen jede Form des politischen Totalitarismus. Hat das etwas mit Partei- oder Tagespolitik zu tun? Schauen Sie sich doch mal die lebendigen Debatten in und zwischen unseren Blättern an, wo das eine für den Beitritt der Türkei zur EU plädiert und das andere dagegen. Oder wo die "Bild" den Deutschen George Bush ans Herz legt und die "Bild am Sonntag" John Kerry.

SPIEGEL: Sie wollen uns Ihr im Zweifel immer und seit je konservatives Haus doch nicht im Ernst als Hort der Meinungsvielfalt und Liberalität verkaufen?


Döpfner: Wir sind ein bürgerliches, liberales Haus, liberaler als viele unserer Wettbewerber - und weil wir anders sind als der deutsche Meinungs-Mainstream, vielen ein Dorn im Auge.


Ihre Ausgewogenheit und Neutralität beweist die SPIEGEL-Crew mit fast jeder Frageformulierung aufs Neue:

SPIEGEL: Damit stehen Sie allerdings ziemlich allein da.

(...)

SPIEGEL: Das heißt, Sie hoffen tatsächlich auf eine Genehmigung des Geschäfts ohne Auflagen durch die Medien- und Kartellbehörden?

(...)


etc. pp.

Am besten das ganze Interview lesen für viele weitere Kostproben der Fairness und Ausgewogenheit des SPIEGEL!



Na also - geht doch!

Nach den geschmacklichen Verwirrungen der letzten Zeit - zu bestaunen etwa hier und hier - wird die FDP diesmal offenbar mit verdammt guten Werbemitteln in den Wahlkampf ziehen. Ein Beispiel:



Bei aller berechtigten Kritik: Im Zweifel ist die FDP in der Tat das einer Freiheitspartei ähnlichste, das Deutschland hat!

NACHTRAG / KORREKTUR:

Das kommt also davon, wenn man jobbedingt die eine oder andere Medlung verpasst: Die FDP dementiert, daß dieses Motiv als Plakat geklebt werden soll. Stattdessen wird es als Postkarte und als eCard angeboten. Der obige Post wurde entsprechend berichtigt. Also doch wieder politisch korrekte Hasenfüße...? Abermals sei Johann Wolfgang Schoops lesenswerter Beitrag empfohlen!

Dank an unseren Leser Krit für den Hinweis darauf, daß die Plakatierung dieses Motivs unterbleibt.



Ein Alptraum droht, wahrzuwerden

Als uns gestern nachmittag der Himmel auf den Kopf fiel, oder zumindest der wässrige Anteil davon, war mir das bereits ein böses Omen. Zwar wurde die Befürchtung, die Flutfestspiele 2002 würden sich wiederholen, nicht bestätigt. Aber auf ironische, dialektisch groteske Art droht das Versagen der EU in der Iran-Frage zur besten denkbaren Wahlkampfhilfe für Schröder werden, womit zumindest die andere Hälfte der Farce von vor drei Jahren wiederkehren würde.



Mit der Wiederaufnahme der Uranumwandlung in Isfahan bringt der Iran die Freie Welt in Zugzwang: Werden wir die nach den Angriffen vom Elften September gewählte Linie der verbindlichen Worte und des klaren Handelns beibehalten, oder heißt es doch wieder Appeasement, bis der Feind zu stark ist, um ignoriert zu werden? Dubya läßt keine Zweifel an der Beständigkeit seiner Politik aufkommen:

President Bush says he would consider using force to press Iran to give up its nuclear program, but only as a last resort.

Speaking from his Texas ranch in an interview with Israeli television broadcast Saturday, Mr. Bush said the United States and Israel agree that Iran must not be allowed to have a nuclear weapon. When asked if that included the use of force, Mr. Bush said "all options are on the table" if diplomacy fails.

Iran angered Washington and the European Union by resuming uranium conversion this week after rejecting an EU offer of political and economic incentives in return for giving up its nuclear program.

Diese Geradlinigkeit verdient unseren Respekt und unsere Unterstützung. Leider aber spielt sie jemandem in die Hände, der darin seine letzte Chance wittert:


Hannover - Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hat US-Präsident George W. Bush vor einer Militäraktion gegen den Iran gewarnt. "Nehmt die militärischen Optionen vom Tisch", sagte Schröder am Samstag beim offiziellen Wahlkampfauftakt seiner Partei in Hannover. "Wir haben erlebt, dass die (militärischen Optionen) nichts taugen."

Zusammen mit den, nun ja, kontroversen (wenn auch nicht falschen) Äußerungen von christdemokratischer Seite und den Umfrageerfolgen der linksextremen Rattenfänger läßt dies einen Wahlausgang plausibel scheinen, der ebenso unwahrscheinlich wie für Deutschland schädlich wäre wie der von 2002.

PS: Bemerkenswert übrigens, daß sowohl 2002 als auch im letztjährigen Europawahlkampf als auch jetzt es jeweils die antiamerikanische Agitation war und ist, die der "Friedensmacht" SPD als vielversprechende Wahlkampfwaffe geblieben ist. Die Dämonisierung eines äußeren Gegners (oder sagen wir doch gleich einfach: der USA) zur Ablenkung von innenpolitischem Versagen war früher, im goldenen Zeitalter dieser Bundesrepublik, je eher das Markenzeichen der Regierungen "drüben"...

UPDATE

Weitere Blogbeiträge zum Thema:

No Surprise: Schroeder Begins Campaign Attacking Bush @ Medienkritik
2002 / 2005: Es geht schon wieder los... @ Politically Incorrect
Remembering Goslar @ Martin Hagen
Das hinterhältige Spiel des Iran @ Fakten Fiktionen
Schröder, Friedenskanzler - schon wieder @ EuroNeuzeit
Germans Backstab US Again @ Daily Pundit
Verbrannte Erde. Gerhard Schröder und der Atomkonflikt @ Kosmoblog
Schröder: Appeasement reloaded @ Statler & Waldorf



Donnerstag, August 11, 2005

Heimatabend

Die Lokalität sowie der Zeitpunkt des „pro-westlichen Heimatabends“ stehen nun definitiv fest!
Am 27. August werden wir uns im Paulaner Wirtshaus zu München treffen!
Die Vorfreude ist riesig, und wir hoffen immer noch, dem Organisationsteam gelingt es überaus attraktive schwedische Leichtathletikerinnen als Tänzerinnen zu gewinnen!
Gutes gelingen Enno!



Mittwoch, August 10, 2005

Lachen über Allah

Wir müssen an dieser Stelle nocheinmal auf die hervorragende Idee der Fabrikblogger hinweisen!

Kostprobe:

Der Schahid (Selbstmordattentäter) hat sein Märtyrium gerade verübt und kommt in den 1. Himmel. Dort sitzen ein paar Ungläubige, und er fragt sie ganz erschöpft:
- Wo ist Mohammed der Prophet? Ich suche Mohammed den Propheten!

- Wissen wir nicht, kennen wir nicht, aber schau doch mal ein bißchen höher.

Er steigt weiter in den 2. Himmel, dort sitzen ein paar Protestanten, die Mohammed auch nicht kennen, er wird weiter nach oben geschickt, zum 3. Himmel, wo die Buddhisten sitzen, usw. und so fort, und so sucht er jeden Himmel ab, bis er völlig erschöpft den 7. Himmel erreicht. Dort sitzt ein chassidischer Rabbiner mit langen Schläfenlocken hinter seinem Büro.

-Wo ist Mohammed der Prophet??? fragt er.

-Du scheinst sehr müde zu sein. Setz’ dich doch erst mal. Möchtest Du vielleicht einen Tee? fragt ihn der Chassid.
Er nimmt das Angebot an, worauf der Rabiner rausschreit:

-He, Mohammed, mach doch bitte dem jungen Mann hier einen Tee!

Eine wahrhaft excellente Idee!



Chamberlain light?

Naivität und Ignoranz kennzeichnen momentan die Verhandlungen um den „Atomstreit“ mit dem Iran. Anscheinend kann – oder will – das alte Europa nicht erkennen, dass Verhandlungen mit dem Iran zu nichts führen werden und neue Zugeständnisse nur ein weiterer, zynischer Schritt zur Stärkung des Irans und seinem Regime sind. Die Parallelen zu Chamberlain und seiner widerlichen, furchtbar kontraproduktiven Appeasement Haltung gegenüber dem nationalsozialistischen Regime Deutschlands sind erschreckend. Wider und wider, unbeeindruckt von der Realität, fordern die europäischen Verhandlungsteilnehmer den Iran auf, den Vereinbarungen nachzukommen. Im Iran werden aber fleißig UNO-Siegel entfernt, deren Nutzen sowieso höchst zweifelhaft ist, und es wird mit Sicherheit optimistisch in die Zukunft geblickt, wird doch der Atomstreit höchstens vor dem UN-Sicherheitsrat landen. Ja dann, dann droht dem Iran natürlich große Gefahr, die UN wird bestimmt energisch verlangen, dass Atomprogramm einzustellen. Falls das nichts nützt, wird man es noch energischer verlangen, und dann, nun ja, wir alle kennen ja die weitere Vorgehensweise der UN.
Warten bis uns der Himmel auf den Kopf fällt.
Statt kostbare Zeit mit sinnlosen Verhandlungen zu verschwenden, könnten sowohl Europa als auch die USA, deren Präsident mich gestern mit seinen meiner Meinung nach nicht nachvollziehbaren Lobeshymnen für die europäischen Staaten doch enttäuscht hat, demokratische Bewegungen in den Nachbarstaaten und im Iran selbst unterstützen.
Eine interessante Auflistung von liberalen Blogs im Nahen Osten hat der FCB Mittelfeldspieler Hargreaves zusammengestellt.



Dienstag, August 09, 2005

Geregelte Wettbewerbsfähigkeit

Über die Übernahme der ProSiebenSat.1 Gruppe haben sich bereits schon zahlreiche Gruppierungen beschwert, aber diese Beschwerde trieft ja geradezu vor Zynismus. Die ARD möchte die Springer stoppen. Die ARD, also genau der Sender, der sich durch regelmäßige erpresserische Tätigkeit keinem wirtschaftlichem Wettbewerb und Konkurrenzdruck ausgesetzt sieht, befürchtet, dass ihre Wettbewerbsfähigkeit sinken würde. Natürlich könnte sich die ARD und ihr Anhang fragen, ob nicht gerade sie die Wettbewerbsfähigkeit erheblich beeinflusst durch ständiges Ausbeuten des Steuerzahlers. Nur dadurch können die öffentlich Rechtlichen Sender ja überhaupt existieren!
Die Übernahme der ProSiebenSat.1 Gruppe durch den Springer Verlag kann sich für Deutschlands Medienlandschaft nur positive entwickeln. Nicht, weil sie objektive Nachrichten präsentieren werden, denn eine objektiven Berichterstattung ist bekanntermaßen natürlich illusorisch und höchstens noch in der Schweiz zu finden, sondern weil diese Übernahme ein guter, großer Schritt in Richtung einer ausgewogenen Medienlandschaft darstellt. Ferner ist mehr Wettbewerb im Unterhaltungssegment sehr begrüßenswert, wird dadurch der Druck auf die öffentlich Rechtlichen Sender doch deutlich erhöht. Und wie gering dieser Druck anscheinend immer noch ist, zeigt das drastische Ignorieren der Realität mit der die ARD eine geringere Wettbewerbsfähigkeit gegenüber privaten Sendergruppen beklagt.



Sonntag, August 07, 2005

Schreckensgespenst(e)

Eigentlich war ja der heutige Sonntag ein guter Tag. Nein, da ich der großzügigen Einladung eines Freundes mit ihm zum Nürburgring zu fahren am heutigen Sonntag dankend angenommen habe und gerade völlig entspannt nach einem tollen All Inlcusive Tag heimgekehrt bin kann ich mit Fug und Recht behaupten es war ein fantastischer Tag. Nicht so fantastisch allerdings waren die heutigen Nachrichten die uns während der – mit subtropischen Regenfällen versehenen – Rückfahrt begleitet haben. Eine der Nachrichten hat bereits der gute AS behandelt, der Aufruf der „Arierschutzministerin“ bedarf also keiner weiteren Kommentierung. Eine weitere eher besorgniserregende Nachricht die aus dem Äther kam handelt von einem schlimmen Schreckensgespenst einer Großen Koalition. Eine solche Zusammenarbeit ist schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt. Das Scheitern von schwarz-rot unter Kiesinger und jüngst in Berlin zeigte eindrucksvoll, welche gravierenden Unterschiede und Konfliktherde in beiden Parteien vorhanden sind. Es gibt zahlreiche Beispiele, die ich jetzt keineswegs im Einzelnen ausführen möchte, bei denen beide Parteien keine Übereinkunft erzielen können. Selbstredend vorausgesetzt, beide Parteien blieben ihrem Wahlprogramm treu. In diesem Punkt bin ich – gelinde gesagt – skeptisch. Kuhnest träumt nun nicht nur von einem rein deutschen Staat mit deutschen Arbeitnehmern und deutschen Produkten in dem sowieso alles deutsch sein muss – und „genfrei“, versteht sich – sondern auch von einer Ampelkoalition. Eine unglaublich grauenhafte Vorstellung offenbart sich hier, die zu einem völligen Desaster führen wird, nur noch zu übertreffen durch eine Machterschleichung der Sozialisten.
Aber auch die bereits angesprochene große Koalition verheißt für die nahe Zukunft nichts Gutes. Sie wird nicht nur äußerst rasch scheitern, sondern auch ein Erstarken der radikalen Kräfte fordern. Ein Scheitern einer Großen Koalition wird den SED Funktionären der Linken eindeutig in die Hände spielen. Ein beängstigendes Szenario dass sich abzeichnet. Leider bestätigen die neusten Umfragen diesen leicht pessimistischen Ausblick.
Anscheinend vergibt Deutschland auch diese enorm wichtige Chance auf einen Neubeginn.
Eine Große Koalition jedenfalls wäre zwar nicht eine Fortsetzung der katastrophalen Politik von Rot-Grün aber auch keineswegs ein Neubeginn! Den stellt nicht mal Schwarz-Gelb annährend dar, allerdings ist es die beste Lösung für dieses am Scheideweg stehende Land.



Künast: "Kauft deutsch, Volksgenossen!"

Renate Künast will was für den Wirtschaftsstandort tun. Die Ökosteuer abschaffen? Die Solar-und Windsubventionen kippen? Der Gentechnik die Fesseln abnehmen? Nicht doch. Sie bleibt lieber bei Altbewährtem, das schon früher für Vollbeschäftigung gesorgt hat:

Künast ruft zum Kauf deutscher Produkte auf
Verbraucherschutzministerin wertet dies als Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Scharfe Kritik an der Wirtschaft




Hamburg - Verbraucherschutzministerin Renate Künast hat die Bundesbürger zum Kauf deutscher Produkte aufgerufen. Die Grünen-Politikerin sieht dies als Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen: „Jeder kann etwas für mehr Beschäftigung in Deutschland tun: Er muß sich überlegen, wo die Produkte hergestellt sind, die er kauft“, sagte sie der „Bild am Sonntag“ und ergänzte: „Die Babypuppen kommen alle aus China, die Strampler aus der Türkei, die Turnschuhe aus Vietnam.“ Das gebe es alles auch von deutschen Herstellern.

Quelle: Die Welt

Ob ihr mal einer verklickern sollte, daß zu Adolfs Beschäftigungsprogramm auch Raubkriege und - schlimmer noch - Autobahnbau gehörten?



Samstag, August 06, 2005

Bremen ist überall

Wär's nicht so traurig, würd' ich lachen:



Passend zum Thema auch ein früherer Blogeintrag hier bei Brushfires.



Linksintellektuelle ohne Marktwert

Zum Abschluß der antikaptalistischen Reihe ihres Feuilletons -- einer antikapitalistischen Reihe nur selbstredend, ein Abschluß allen antifreiheitlichen Geschreibsels wäre das Ende des Feuilletons, wie wir es kennen -- veröffentlicht die dieswöchige ZEIT eine ganze Reihe von Leserbriefen. Der Tenor -- mehr Selbstbescheidung statt Wirtschaftswachstum, Marktwirtschaft ist Totalitarismus, "nachdrücklichste Zustimmung" für die Feuilletonisten, böser Ökonomismus, und als Krönung der Appell, doch bitte mehr Marx zu lesen -- dürfte jedem Teilnehmer am deutschen Zeitgeschehen vertraut sein. Jedem Insaßen einer deutschen Lehranstalt übrigens in besonderem Maße.

Erwähnenswert ist aber folgender erfrischend-offene Leserbief eines Potsdamer Professors:

Woher kommt nur der abgrundtiefe Hass der Linksintellektuellen auf den Kapitalismus und den freien Markt? Es liegt doch wohl daran, dass sie keinen echten "Marktwert" haben, der Kapitalismus sie nicht wirklich braucht, sie geradezu ignoriert. Anders kann ich mir die Engstirnigkeit von Herrn Jenssen nicht erklären, mit der er freie Märkte mit Totalitarismus gleichsetzt und dazu auch noch Hannah Arendt instrumentalisiert. (...)
Da klagt Herr Jenssen über die "hysterische Abfolge technologischer Neuerungen", während anspruchsvolle Technik umweltfreundlich sein Haus heizt, sein Auto sauber und sparsamer macht oder sein Leben gesünder und immer länger werden lässt. (...)
Für Deutschland, einen der größten Profiteure freier Marktwirtschaft in den letzten 50 Jahren, zeigt sich jetzt die angeblich "grimmige Maske des Kapitalismus" doch nur deshalb, weil wir uns zu langsam anpassen.


(kein Link, da die ZEIT ihre Leserbriefe meines Wissens ausschließlich in der dead-tree-Ausgabe veröffentlicht)

Bravo und dankeschön für diesen Beitrag!



Freitag, August 05, 2005

Die Judensuche des Henryk B.

HMB bekommt ein köstliches Weizenbier von uns in München! Such den Juden, ein sehr lesenswerter Artikel auf der Internetpräsenz des sonst überhaupt nicht lesenswerten SPIEGELs.



Donnerstag, August 04, 2005

Britishness und das Ende der Multikulti-Jahre

Fast vier Jahrzehnte nach Enoch Powells "Rivers of Blood"-Rede und wenige Wochen nach den Mordattacken auf London ist auch im Vereinigten Königreich die Multikulti-Debatte ins Rampenlicht gerückt - ausgebrochen war sie, wie überall in der ziviliserten Welt, spätestens im September 2001. Ob deutsches Integrationsfiasko oder die finsteren abgeschotteten, islamischen Subkulturen, die Frankreichs banlieues und die Beneluxstaaten plagen, das Problem ist im Grunde dasselbe. Ein Westen, der selbst den Mut verloren hatte, für das Gute, Humane und Vorbildhafte seines aufklärerischen Erbes einzutreten, das sich selbst erst nach Jahrhunderten der Intoleranz entwickelt hatte, hat es zugelassen, das präzivilisatorische, antimoderne und antiaufklärerische Ideologien von Immigranten in ihn hineingetragen wurden. Selbst wo, wie in Teilen der britischen Gesellschaft, eine oberflächliche Integration stattgefunden hatte, ließ der Westen es zu, daß ihm feindlich gesonnene Werte zum intellektuellen und seelischen Fundament auch für schon hier geborene Generationen wurden. Und langsam dämmert es Menschen überall in der Freien Welt, just welch ein immenser Fehler das war.

Boris Johnson, britischer Parlamentsabgeordneter für das englische Henley (in der Nähe von Oxford) und Kolumnist, schreibt dazu im Telegraph:

It was not so much the horror of what they said on Newsnight, those Islamic wackos, one of whom, Abu Uzair, announced: "Even if I am British, I don't follow the values of the UK. I follow the Islamic values. I have no allegiance to the British Queen whatsoever, or to British society."

No, what was shocking was the unmistakably English accent in which they said it, the voices that marked them as complete products of our primary and secondary systems. We can't give them electro-convulsive therapy to make them primarily loyal to Britain, and not to Islam. We can't brainwash them. Americans all understand instinctively that they are equal citizens of the greatest country on earth, and they all have an equal chance of rising to the top of that country.

That is the idea of America, the American dream; and we have been comparatively hopeless at communicating any sense of the British dream, or the British idea. So what we must now do is begin the immense task with a few practical steps.


Mehr dazu, an welche Schritte er denkt, gibts hier.



Mittwoch, August 03, 2005

Reaktionen

Eigentlich dachte ich nicht, mein Post über das – zugegeben - diffizile Thema Hiroshima würde solche Wellen schlagen. Ich hatte die Brisanz der Thematik anscheinend unterschätzt. Die Reaktionen auf den Post waren jedoch überaus interessant. Einige zeigten deutliche Zustimmung, andere Ablehnung. Soweit, so gut, die Kritik nehme ich mir zu Herzen, allerdings keine billigen „Hetzkampagnen“ oder Rufmordaktionen. Wahre Liberale verhalten sich jedenfalls anderes als bestimmte Fabrikblogger, deren Tonart sehr schroff gewählt war und mich ein wenig enttäuschte, denn zwar sind deren und meine Meinungen desöfteren nicht gerade deckungsgleich und doch finde ich den Blog hochinteressant. Nein, die echten Liberalen zeigten sich auf anderen Seiten, auf Seiten wo eine andere Meinung sofern sie auf soliden Argumenten basiert toleriert und respektiert wird. Dort fand man zudem noch Alternativen zu einem Atombombeneinsatz.
Die Einäscherung einer unbewohnten Insel hätte m.E. jedoch nahezu keinen Einfluss auf die japanische Regierung und das japanische Volk gehabt. Man muss sich vor Augen halten wie Japan reagierte, als nahezu ¾ seiner gesamten wichtigen Flotteneinheiten innerhalb von 48h versenkt wurden, wie es den Tod von über 100.000 Menschen auf einem Einland kleiner als Berlin-Mitte hinnahm und die verheerenden Zerstörungen Tokyos in Kauf nahm. Die japanische Regierung war damals schlichtweg fanatisch und völlig unzurechnungsfähig. Es musste demonstriert werden, dass Japan den Krieg schon lange zuvor verloren hatte. Und das konnte man nur in grausamer, aber m.E. notwendiger Art und Weise, indem man zeigte was eine Bombe an Zerstörungen bewirken kann. Das japanische Militär war zutiefst geschockt, es wurde schließlich eben nur eine Bombe eingesetzt. Das gab den Ausschlag.
Ich halte auch den Einsatz für durchaus moralisch gerechtfertigt. Er rettete Leben. Zudem, wie könnte ein amerikanischer Präsident seinem Volk erklären, er erachtet es für besser wenn mehr als 50.000 amerikanische Soldaten ihr Leben ließen, ganz zu schweigen von den zahlreichen, unnötigen japanischen Toten. Rational betrachtet wäre eine Invasion ungeheuer verlustreich gewesen. Es wäre in einem Guerillakrieg ausgeartet mit bedeutend mehr Opfern als in Hiroshima und Nagasaki zusammen. Auch dies muss man in seine Überlegungen mit einbeziehen. Das Retten von Leben indem man anderes Leben auslöscht ist sicherlich nicht schön, doch leider manchmal notwendig. Der Einsatz atomarer Waffen gegen größtenteils zivile Personen ist ebenfalls ganz sicher nicht schön, doch denke ich es gab keine Alternative um den Krieg genauso rasch zu beenden.
Abschließend noch mal zurück zu den kontroversen Reaktionen. Kritik sehe ich immer gerne, denn zeigt sie doch alternative Sichtweisen und Meinungen auf. Dann aber auch bitte auf einem ordentlichen Niveau, und keine Angst davor haben, wenn es am Ende heißt „Let`s agree we disagree“, denn in welch einem Umfeld lassen sich kontroverse Positionen angenehmer und zielstrebiger diskutieren als in einem liberalen Umfeld?



Dienstag, August 02, 2005

"Ach, Frau Nahles..."

Ich will mit diesem zweiten Post in zwei Tagen zu Nahles' Ehren keine falschen Eindrücke irgendwelcher Obsessionen erwecken. Nur darf die Replik von Frau Dr. Koch-Mehrin auf der Andrea ihren Verriß des FDP-Programms unseren Lesern nicht vorenthalten bleiben:

Ach, Frau Nahles,

das ist aber einfallsreich, dass Sie das FDP-Wahlprogramm als unsozial kritisieren. Wenn Sie etwas mehr vom Leben mitbekommen hätten als die SPD-Funktionärslaufbahn und ein sorgloses Studentenleben, wenn Sie nicht jahrelang nacherzählt und womöglich geglaubt hätten, was Ihr einstiges Idol Lafontaine zum Besten gab, dann wüssten Sie, dass man Geld erst einmal verdienen muß bevor man es verteilt.

(...)

Ich finde, dass das Befreien von Staat und Bürger von den Fesseln, die vor allem Ihre Partei Deutschland angelegt hat, eine unserer dringlichsten Aufgaben ist, die man gar nicht klar genug in ein Wahlprogramm hineinschreiben kann. Zugegebenermaßen sind die FDP-Vorschläge radikal. Aber ganz ehrlich: Wenn Sie die Wahl hätten zwischen einer oder über 40 Kassen, die Sozialleistungen auszahlen, für welche würden Sie sich, für welche würde der Bürger sich entscheiden?
Sie und Rotgrün hatten sieben Jahre Zeit, zu zeigen, was Ihre Ideen taugen. Das Resultat ist der Quasi-Rücktritt des Regierungs-Chefs und ringsherum nichts als dramatisch leere Kassen.

(...)


Mehr...



Montag, August 01, 2005

Inkompetenz in Perfektion

Das [sic!] jeder Mensch frei ist und das [sic!] jeder Mensch unabhängig von seiner sozialen Herkunft die eigenen Fähigkeiten voll entfalten kann, das sind meine wichtisten [sic!] Ziele. Mir wurde schon früh bewußt, das [sic!] Freiheit und gleiche Lebenschancen für alle nicht vom Himmel fallen.


Diese Frau hat entweder dummerweise gerade die beiden Felder für ihre im einen Fall akademische, im anderen professionelle Betätigung gewählt, für die sie über das geringste Talent verfügt -- oder aber sie ist insgesamt mit Begabungen nicht allzu üppig gesegnet.

Vom Land der Dichter und Denker ist scheinbar ähnlich viel übrig wie vom Wirtschaftswunderland.

Mein Respekt für die Uni Bonn wäre ernsthaft gefährdet, wenn man diesem Köpfchen dort eines Tages tatsächlich den Doktorhut aufsetzen sollte.



George Walker, übernehmen Sie!

Wieder ein grandioser Erfolg für die EU! Die Verhandlungen mit dem iranischen Tyrannen Ahmadinedschad stehen kurz vor dem Abschluss! Nun ja, leider bricht der Iran die Verhandlungen mit einem schlichten Non ab und setzt sein Atomwaffenprogramm fort. Die Konsequenzen dieser Entscheidung sind uns bereits bekannt, interessant wird es zu sehen sein, wie die Vereinigten Staaten von Amerika reagieren.
Wir sind optimistisch!



Der kritische Blick gen Osten

Die heutige Ausgabe des Spiegels kündigt bereits die Geschehnisse der nächsten Woche in Hiroshima an. Japan und die Welt erinnern an die Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki zum Ende des Pazifikkrieges.
Es ist ein sehr schwieriges Erinnern. Ähnlich wie bei der Diskussion um die teilweise Zerstörung Dresdens fällt eine Betrachtung losgelöst von Emotionen und Entsetzen für viele sehr schwer. Und doch ist es unbedingt notwendig. Notwendig fanden wir auch die Bombardierung Hiroshimas und Nagasakis. Eine Invasion Japans hätte die alliierten Streitkräfte zahlreiche Tausend Leben gekostet. Die Verluste unter der Zivilbevölkerung wären hoch gewesen, genauso wie die Zerstörungsrate der japanischen Industrie, die zwar durch den vollständigen Wechsel zur Kriegsproduktion bereits schwer geschädigt war, aber noch aufbaufähig.
Ferner muss man bei der Diskussion über die Notwendigkeit der Bombardierung Hiroshimas und Nagasaki sich auch die Alternativen für die Stadt vor Augen führen. Eine konventionelle Bombardierung hätte für Hiroshima und Nagasaki weitaus verheerender Zerstörungen und Verluste bedeutet. Auch war es notwendig, die Funktionsfähigkeit dieser neuen, friedenssichernden Technik bzw. Waffe der Öffentlichkeit und vor allem dem späteren Feind zu präsentieren.
Hiroshima und Nagasaki zu moralisieren ist falsch. Es war eine Notwendigkeit in einem vermeidbaren und fürchterlichen Krieg. Ein Erinnern an die Abwürfe vor 50 Jahren sollte wie auch bei der Diskussion um Dresden nicht in einer irrationalen Betrachtung enden. Beim Erinnern an Hiroshima und Nagasaki wie auch an Dresden sollte man, muss man, die Vorgeschichte ebenfalls betrachten.