Donnerstag, Juli 28, 2005

Sanierungsbedürftiges SPD-Mitglied

Die FDP tut so, als sei unser Land ein sanierungsbedürftiges Unternehmen.


Man fragt sich jetzt wer einen solchen Unsinn verlautbart hat. Mit dem Tipp SPD-Parteimitglied kann man eigentlich auf eine solche Frage gar nicht falsch liegen, um es zu konkretisieren, es war Frau Nahles, ja, genau, diese sozialistische Brillenschlange die heftig mit der Rinks- Lechtsradikalen Stammtischecke namens „Die Linke“ flirtet. Wie soll man eigentlich noch solche Aussagen von den Linken kommentieren? Ist denn diese Naivität irgendwie genetisch veranlagt? Gravierende Haushaltslöcher werden an allen Fronten beklagt, Deutschland geht entschlossen dem Abgrund entgegen, aber Frau Nahles denkt anscheinend immer noch, Deutschland benötige keine Sanierung.
Ich versteife mich durch solche naiven Annahmen auf dem Standpunkt, zahlreiche Sozialdemokraten sind einfach intellektuell nicht fähig zu begreifen, dass zu verteilendes Kapital nicht auf Bäumen oder Windkraftanlagen wächst sondern zuallererst hart erwirtschaftet werden muss. Die dämonische Seite in mir wünscht sich manchmal, die produktiven Kräfte, die noch in Deutschland tätig sind, würden urplötzlich geschlossen das Land verlassen und diese DDR-Sympathisanten à la Nahles, Lafontaine & Co ihrem Schicksal überlassen.



Dienstag, Juli 26, 2005

Discovery - Erkenntnis

Trotz kleinerer Probleme beim Start ist heute endlich wieder nach nahezu endlosen 2 ½ Jahren ein Space Shuttle gen All gestartet. Immer wieder erfreut es mich, wenn ich sehe, wie der Mensch seine eigentlichen natürlichen Grenzen überwindet und aufbricht zu neuen, unentdeckten Ufern.
Die Weltraumforschung steckt zwar sicherlich noch in den Kinderschuhen, trotz moderner GPS - und Galileo-Technik, doch zeigt sie dem Menschen auf, wie weit er seine Grenzen noch ausnutzen und erweitern kann.
Ich hoffe, es wird nicht einer der letzten Flüge bleiben und der Weltraumforschung wird wieder ein höher Stellenwert zu Teil.



Sonntag, Juli 24, 2005

"Nicht an einen besonderen Patriotismus gebunden"

Deutschlands Linke hat in den letzten Monaten ihren Patriotismus entdeckt. Wer hätte sich vor einigen Jahren träumen lassen, daß die business community einmal ausgerechnet von Sozialdemokraten als "vaterlandslose Gesellen" gebrandmarkt würde?

Über die Globalisierung in den Köpfen - und das Fehlen des Bewußtseins einer veränderten, kleiner gewordenen Welt in Teilen der deutschen Elite - hier zwei lesenswerte Artikel aus dem Manager-Magazin:

"Nicht an einen besonderen Patriotismus gebunden"

mm.de: Hans-Jürgen Papier, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, hat jüngst darauf hingewiesen, dass die Sozialbindung des Eigentums weit über das Zahlen von Steuern hinausgeht. Bewegen sich unsere Wirtschaftsführer mit ihrem fehlenden Staats- und Sozialbild nicht mittlerweile außerhalb des Grundgesetzes?

Gall: Wir haben immer die Vorstellung, Unternehmen wie die Deutsche Bank seien gewissermaßen an den Staat Bundesrepublik gebunden. Das sind sie aber nicht, sie sind global argumentierende und handelnde Akteure, die gar nicht an einen besonderen Patriotismus gebunden sein können. Das ist das eigentliche Missverständnis. Um ihren Interessen als Wirtschaftsführer zu folgen, müssen sie in manchen Dingen die nationalen Interessen hintanstellen. Das ist keine Frage der Gesinnung.
mm.de: Trotzdem ist oft vom Versagen der Eliten die Rede, zu Unrecht?

Gall: Ich glaube, dass vielen Topmanagern selber nicht ganz wohl bei dem ist, was sie tun. Als Menschen, die in einem Sprach- und Kulturraum aufgewachsen sind, einer bestimmten Bildungsschicht angehören und politisch in bestimmter Weise geprägt worden sind, denken sie im Rahmen bestimmter Staats- und Sozialbilder, und müssen dann oft contre cœur handeln, weil die Gesetze der Weltwirtschaft sich eben grundlegend geändert haben. Da gibt es sicher den einen oder anderen, der nicht mehr im Einklang mit sich selbst ist und die Krise in sich selber weiter trägt.

mm.de: Vielleicht ist die oft zu beobachtende Weder-Fisch-noch-Fleisch-Politik eine Folge dieser Skrupel. Das Bestehende wird nicht wirklich gerettet, und bei allem Neuen ist man nicht in der Spitzengruppe dabei.

Gall: Genau. Das ist das mentale Problem der Krise, das eben nicht nur das System, sondern auch die in ihm Handelnden in der Politik, der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Kultur zerspaltet.


"Die deutschen Funktionseliten [wachsen] in völlig unterschiedlichen Welten [auf]"

Es sind vor allem die Topmanager, die sich den Niederungen der deutschen Debatte entwachsen fühlen. "Sie wissen, dass sie nicht mehr nur Bundesliga spielen können, sondern in der Weltliga zu Hause sein müssen", sagt McKinsey-Deutschland-Chef Jürgen Kluge, "und sie wollen das auch."

Eine neue internationalistische Generation hat in der Wirtschaft das Ruder übernommen. Beruflich sozialisiert wurden viele von ihnen im Ausland. So wie Klaus Kleinfeld (47), der vor seiner Beförderung zum Siemens-Chef das US-Geschäft des Elektromultis leitete; selbst mit deutschen Besuchern, die ihn damals in seinem Büro in Manhattan trafen, sprach er gern Englisch.

(...)

Die Globalisierung hat eine Ungleichzeitigkeit der Eliten mit sich gebracht: einerseits die weltläufigen Wirtschaftsführer, andererseits Politiker und Gewerkschafter, die nach wie vor nationalen, häufig sogar regionalen Bezugspunkten verhaftet sind.

Der Grundstein der deutschen Eliten-Apartheid wird früh gelegt. Eine einheitliche deutsche Führungskräfte-Ausbildung, die eine gemeinsame Weltsicht, einen nationalen Comment, ein institutionenübergreifendes persönliches Netzwerk fördern würde? Fehlanzeige. "Mit Ausnahme Deutschlands gibt es in allen führenden Industrieländern ausgesprochene Elitebildungseinrichtungen", stellt der Darmstädter Soziologe Michael Hartmann fest.

So werden zum Beispiel in Frankreich künftige Spitzenpolitiker, Topbeamte und Wirtschaftsführer in den renommierten Drillanstalten wie ENA oder École Polytechnique von Beginn an auf den "intérêt général", das Wohl Frankreichs, eingenordet.

(...)

Auch in Großbritannien (vom Eliteinternat Eton bis zu den Topuniversitäten Oxford und Cambridge) und den USA (von Privatschulen wie Phillips Exeter bis zu den Spitzenunis der Efeu-Liga Harvard, Yale und Princeton) existieren ausgeklügelte Systeme der Eliterekrutierung. In Deutschland dagegen gibt es weder Topschulen noch Eliteuniversitäten, die dem Korps der künftigen Führungskräfte ein Wir-Gefühl vermitteln.

Deutlich unterscheiden sich hier zu Lande die Karrierepfade: Politiker treten die Ochsentour durch die Parteigremien an, bewegen sich bevorzugt in ihrem Wahlkreis und später allenfalls auf nationaler Ebene. Gewerkschafter müssen sich durch jahrzehntelange Arbeit in Betriebs- und Personalräten, dann als Gewerkschaftssekretäre den "richtigen Stallgeruch" (Horst-Udo Niedenhoff vom Institut der deutschen Wirtschaft) erarbeiten.

Die Manager von morgen dagegen absolvieren zielstrebig ihr Studium, gehen früh ins Ausland und lernen, international zu denken und zu agieren. Weil die deutschen Funktionseliten in völlig unterschiedlichen Welten aufwachsen, ist Verständigung schwierig, gegenseitiges Verständnis die Ausnahme.

(...)


Zum Thema Politikerlebensläufe empfehle ich dem geneigten Leser unbedingt diese köstliche Diskussion bei Statler&Waldorf: Frauenlebenslaufschlammcatchen.

Das MM nimmt seine - analytisch sehr guten - Beobachtungen zum Anlaß, deutsche Manager für Unwilligkeit zur Kommunikation und Kooperation mit der Politik zu schelten.

Ist nicht aber der umgekehrte Schluß richtig - daß nämlich die Provinzialität des Denkens der Partei-und Gewerkschaftsfunktionäre das eigentliche Problem ist? Das die Welt der Maßstab für Deutschland sein muß und nicht Deutschland der Maßstab für die Welt sein kann - selbst wenn es das wollte?

Natürlich nicht. Wie wir dank Gerd wissen, beneidet uns schließlich die gesamte Welt um unser Sozialmodell. Na, das versüßt einem doch gleich das Schlangestehen bei der Arbeitsagentur.



Samstag, Juli 23, 2005

Sympathische Kollegen


Mathias Wolbers, der Lehrer, bezeichnet sich als linksliberal. (...) Und dann erzählt Wolbers von seinem Politik-Leistungskurs, der fest in der Hand war von drei, vier Schülern, die der FDP nahe standen oder Mitglied waren und die sich selbst als »Neoliberale« bezeichneten. Vor ein paar Wochen schon haben sie die Schule verlassen, aber noch immer redet Wolbers von ihnen wie von einer gewalttätigen Jugendgang. »Ich habe so etwas noch nie erlebt. Und ich bin guter Hoffnung, dass mir so etwas auch nicht mehr widerfahren wird.«
Auch seine Schüler reden von dieser FDP-Gruppe mit einem Raunen: »Die trugen ›Support our Troops‹-Shirts.« – »Einer kam mit dem FDP-Auto zur Schule.« – »Einmal haben sie Neuntklässler beschimpft, die aus Protest gegen den Irak-Krieg Gebäck verkauft haben.«


Aus der ZEIT

Hach ja, mit denen würde ich gerne mal ein Guinness vernichten...



Deutschlands beste Tradition

Beamtenwillkür treibt mich fort
von Friedrich Hecker

Leb wohl, du teures Land, das mich geboren,
Beamtenwillkür treibt mich fort von hier.
Ich hab Amerika mir auserkoren.
Dort scheint allein der Freiheit Sonne mir.
Dort drücken mich nicht der Tyrannen Ketten,
dort schätzt man erst des Lebens hohen Wert,
und wer sich will aus Sklaverei erretten,
der folge mir, dort wird er erst geehrt
Refrain

Dort kennt man nicht die stolzen Fürstenknechte,
verprassend nur des Landmanns sauren Schweiß,
dort freut der Mensch sich seiner Menschenrechte,
er erntet auch die Frucht von seinem Fleiß.
Es quälen ihn nicht jene Müßiggänger,
durch Fürstengunst betitelt und besternt
.
Das Sklavenwort 'Euer Gnaden' und 'Gestrengen'
ist aus dem Reich der Sprache weit entfernt

Nach diesem Lande laßt uns, ihr Brüder, ziehen,
es folge mir, der die Freiheit liebt und ehrt;
ein neues Leben wird dort uns allen blühen,
und Gott ist's, der die Wünsche uns gewährt
Schon schlägt die längst ersehnte Stunde,
der Abschiedstag, ihr Brüder, ist nun da,
und bald erschallt aus unserem Munde;
Wie gut, wie gut ist's in Amerika.


Deutschlands beste Tradition ist ungebrochen. Über 150.000 Deutsche haben das Land 2004 verlassen, und nur die Zuzüge von Aussiedlern hielten den Einwanderungssaldo deutscher Staatsbürger im positiven Bereich. Originaldaten zur Migration hier und hier beim Statistischen Bundesamt.


Auch zum Thema: Dieser Beitrag von Michael Miersch.



Donnerstag, Juli 21, 2005

Übersetzungshilfe

Einige spontane Übersetzungshilfen zum Wortlaut der Erklärung des GröDaZ im Anschluss an Herrn Bundespräsidenten Köhler.


Sie können dann entscheiden, welchen Weg unser Land gehen soll.
Wollen wir als mittlere Macht in den Konflikten dieser Welt für friedliche Lösungen einstehen?



Friedliche Lösungen. Gemeint ist damit das opportunistische Verbreiten von Ressentiments zum Zweck des Machterhaltes. War die Irak-Frage denn friedlich lösbar? Nein. Friedlich bedeutete, Saddam weiterhin zu gestatten die UN als Kasperletheater zu instrumentalisieren und ihn ganz friedlich den kurdischen Nordirak zum VX-Gas Testgelände ernennen zu lassen.
Eine solche Aussage deutet jedoch wieder an, dass auch dieser Wahlkampf wieder mit der antiamerikanischen Keule geführt wird. Der böse Amerikaner will Krieg, wir wollen Frieden. Nur leider bedeutet dieser Krieg eben glücklicherweise Freiheit und Demokratie für ein Volk, ja möglicherweise sogar für eine ganze Region, die Ansätze sind ja bereits vorhanden, und der so genannte Frieden würde massenhaften Mord an Minderheiten und eine weitere Gefahr für Israel bedeuten.



Wollen wir in Europa für eine Gesellschaft arbeiten, die wirtschaftlich stark ist, aber die Notwendigkeit des sozialen Ausgleichs niemals vergisst? Wollen wir im eigenen Land sicher leben und alle am Wohlstand teilhaben lassen?



Gerade weil die Mehrheit der Europäer den sozialen Ausgleich nicht vergisst stehen wir wirtschaftlich so schlecht dar. Zugegeben, es ist ein Problem des Alten Europas, dass nicht in der Lage ist zu verstehen, dass soziale Umverteilung immer auch ein Standortnachteil ist. Ohne den exzessiven und unmoralischen sozialen Ausgleich, der in Wahrheit krasser Diebstahl ist, würde eine wirtschaftlich starke und wohlhabende Gesellschaft entstehen. Anstatt einer breiten, soliden und finanziell saturierten Mittelschicht und wenigen Niedrigverdienern bevorzugt der deutsche Michel anscheinend das Modell der breiten und geistig verarmten Unterschicht und der kaum mehr vorhanden Mittelschicht.


Ich tue dies in der Gewissheit, dass die von mir begonnenen Reformen - ob in der Gesundheitspolitik, bei der Rente oder auf dem Arbeitsmarkt - richtig und notwendig sind.



Damit hat Schröder absolut Recht. Und hier muss man ihm bei all der berechtigten Kritik Courage anerkennen, dass sich immerhin ein einziges Mal gegen die linksradikalen Betonsozialisten in den eigenen Reihen durchgesetzt hat. Dennoch waren es nur kleine, oft handwerklich katastrophal getätigte Stolperschritte, die große Sprünge nach vorne blieben aus.



Notwendig, um unseren Sozialstaat, um den uns viele beneiden, zu erhalten.



Wer beneidet uns denn bitte? Ein Land am Scheideweg, zutiefst verschuldet, geistig und finanziell verarmt und mit einem katastrophalen Haushaltsdefizit versehen? Wer soll uns beneiden? Kuba? Nordkorea?

Wenn Deutschland im September nicht die Zeichen der Zeit erkennt, sind diese Länder auf genau dem Niveau, dass wir dann zielstrebig ansteuern.



Wohin steuerst du, Deutschland?

Das kleine Saarland ist ja nicht gerade ein wirklich sympathischer Flecken Erde. Zutiefst provinziell geprägt, verschuldet und mit Menschen gesegnet, die den guten, alten Sozialismus noch frönen. Oskar Lafontaine, Betonsozialist und Freiheitsfeind, besitzt in dem Bundesland, dass er bereits als Ministerpräsident heimgesucht hat, noch genügend Sympathien um nahezu 20 strohdumme Prozent der Bevölkerung zur Wahl des linken Abschaums zu bewegen.
Mindestens genauso erschreckend sind die 30% Wählerstimmen des lechts-rinksradikalen Packs um Oskar und Gregor. Lernen die Menschen denn überhaupt nichts aus der Vergangenheit? Sind manche Menschen von natur aus immanent vergesslich? In den 60er Jahren waren es die Neonationalsozialisten, heute sind es Neosozialisten. Ideologisch sowieso eng verwandt haben es beide Neigungen geschafft den Geist der Menschen zu zerstören. Und dies nicht nur in den Jahren ihrer unterdrückenden Herrschaft, sondern auch für viele Jahre später. Wie kann ein Volk nur der Art vergesslich sein, ein Volk, dass gestern sozusagen nur jubelnd die Wiedervereinigung mit dem westdeutschen Vaterland feierte, die Befreiung von sowjetischer Diktatur, alles nur, um heute die Erlebnisse von gestern zu verdrängen und morgen die furchtbare Geschichte zu wiederholen? Wie sonst kann man Wahlerfolge der Linken interpretieren? Ist es nicht auch ein wenig Sehnsucht nach der Vergangenheit, nach dem Sozialismus oder sogar dem Nationalsozialismus? Welche Werte wünschen sich die 30% der ostdeutschen Bevölkerung und die 20 % der saarländischen Bevölkerung? Unfreiheit, Zwangsherrschaft, Ausbeutung, Verarmung der Menschen, materiell wie auch im Geiste sind die einzigen Dinge die der Sozialismus zu bieten hat. Daneben auch ein völliges Versagen des Staates im internationalen Wettbewerb.
Was in mir bleibt ist Ratlosigkeit.
Ratlosigkeit darüber, ob bestimmte Teile diese ehemals wirklich schönen Staates noch zu retten sind, oder ob es besser wäre, alsbald Deutschland den Rücken zuzukehren. Ich selbst bin leider noch mindestens drei Jahre an Deutschland gebunden, wird sich bis dahin nicht ein Ansatz eines Wandels im Geiste der Menschen feststellen lassen, werde ich Deutschland sicherlich den Rücken zukehren. Bei seiner Geschichte fällt dies nicht leicht, welch stolzes Land es doch war als man zu Zeiten des Wirtschaftswunders mit einem Kanzler Adenauer gesegnet war und die Menschen geistig die Realität erfassen konnten.
Und heute? Wohin steuerst du, Deutschland?



Montag, Juli 18, 2005

Hirntote

Selbst Earl Grey ist bei diesen harten Brocken in Form von Leserbriefen zu früher Stunde nicht mehr genießbar.

Ihre Reden vor und nach dem Misstrauensvotum haben es gezeigt: Angela Merkel besitzt noch längst nicht das Format zu einer Kanzlerschaft, die den Wähler überzeugt. Sie versteht Politik als rein akademisches Problem, welches gelöst werden muss. Ihr Hintergrund als Wissenschaftlerin lässt sie an Probleme und Fragestellungen rein sachlich herangehen, ohne das über Jahre perfektionierte und niemals erlernbare, unerlässliche politische Gespür des gegenwärtigen Kanzlers.

WOLFSBURG A. KRÄHENBRINK


Die einzige Großtat eines deutschen Kanzlers in den letzten Jahrzehnten war, dass Gerhard Schröder Deutschland aus dem Irak-Krieg herausgehalten hat. Ich erinnere daran, dass Angela Merkel in dem Moment nichts Besseres zu tun hatte, als dem Herrn Bush in den Hintern zu kriechen.

KÖLN VEIT HENNEMANN


Was in den Köpfen solcher Personen vorgeht, ist mir ein schier unlösbares Rätsel.



Sonntag, Juli 17, 2005

Anschlagsplanung

Alle militanten Linken, die auf die einmalige Gelegenheit warten, den harten Kern der deutschen Blogger-Szene, Consulting-Heuschrecken und zahlreiche Vertreter der pro-westlichen Liga zu eliminieren, euer Wunsch geht in Erfüllung!
Die Achse des Guten nennt Ort und Zeit dieser fantastischen Veranstaltung.
PDS-Gegendemonstrationen sind erwünscht und werden sehnsüchtig erwartet!



Deutsche Sprache, schwere Sprache

Selbst Literaturwissenschaftlerinnen fällt der Umgang mit der eigenen Muttersprache gelegentlich recht schwer. Das Ergebnis sind Phrasen wie diese:

In Zeiten, wo in Deutschland vor allem Moll erklingt, (...)


Mein erster Gedanke: Setzen, Sechs! Der zweite: Vielleicht bin ich ja einfach nicht kultiviert oder progressiv genug, um die nuancierten Feinheiten der hier verwandten Stilmittel schätzen zu können.



Schlagt der Schlange den Kopf ab!

Nicht nur in London, im Irak und in der Türkei hat der Terror wieder einmal seine hässliche Fratze gezeigt, auch in Israel gab es wieder einen Anschlag auf unschuldige Bürger. Der – von den linken selbstredend abgelehnte und verurteilte – Sperrwall hat zwar durchaus seine Funktion gut bis sehr gut erfüllt, doch kann auch diese Sicherheitsmassnahme dem unbändigen Hass der Hamas nicht widerstehen. Die Hamas, und schlimmer noch, die Al-Kassam Brigaden, werden nahezu immer einen Weg finden, israelische Bürger in die Luft zu sprengen. Es stellt sich die Frage, warum sich Scharon und seine Gefolgsleute nicht der harten Realität stellen. Die Hamas mit Appeasement, sprich Aufgabe bzw. Vernichtung hart erkämpfter israelischer Siedlungen, zu besänftigen wird und kann nicht funktionieren.
Warum handelt Scharon also nicht endlich und bekämpft wieder gezielt die Hamas? Warum wird nicht die Infrastruktur der Hamas endlich tief greifend unterwandert und zerstört?
Eine gute Nachricht gibt es dennoch zu vermelden.
Zumindest teilweise will Israel das gezielte Ausschalten von Terroristen wieder aufnehmen.
Warten wir ab, wie lange Israel diesmal daran festhält. Hoffentlich lange genug, um die Hamas diesmal entscheidend zu schwächen und der widerlichen Schlange den Kopf abzutrennen.



Donnerstag, Juli 14, 2005

BWL-Bashing

Quality Management und Controlling am Fachbereich WiWi

Ein konzeptioneller Konzeptentwurf von Christian Hoffmann

Im Rahmen der Strategieneuorientierung der Universität [...] im Allgemeinen und des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften im Besonderen haben wir das Wissenskapital und das Kompetenzpotenzial erfahrener Vertreter des Fachbereichs in einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit genutzt, um das BWL-Studium hinsichtlich mathematischer Kernkompetenzen funktional adäquat auf die rezenten Bedürfnisse des Klienten 'BWL-Student' abzustimmen und folgende Crossover-Strategien entwickelt:

1. Problemkreis: Stoffumfang
Der Stoffumfang der elementaren Mathematik bedingte, im Hinblick auf die strategische Zielorientierung des Abiturienten hin zu maximal non-quantitativen Studiengängen, dessen Desorientierung und erforderte eine signifikante Reorganisation und straight-forward Adaption des Curriculums (Lehrplan).

Strategiekonzepte:
- Streichung von Subtraktion bzw. Division: Psycho-ökonomisch gesehen sind
diese Konzepte demotivierend und obsolet. Sie werden zukünftig als
zusätzliche Features unter dem Begriff 'Inversionen der Addition bzw.
Multiplikation' im Rahmen einer clusterorientierten Synergiemaximierung
mitabgedeckt.
- Streichung der Integralrechnung, "denn das können Computer auch".
- Streichung der Finanzmathematik, denn das können Computer auch.
- Optional: Streichung der BWL, denn das können Computer auch.


2. Problemkreis: Übungsbetrieb

Wide-area Untersuchungen zeigten, dass es dem mean-square-root-BWL-Studenten in einem erfolgsorientierten Gesamtstudium nicht mehr zuzumuten ist, neben seinen zahlreichen und für seine Karriere notwendigen sozialen Interaktionen und Verpflichtungen (z.B. in namhaften aber hier nicht näher benannten Organisationen) noch zusätzlich an Vorlesungen, Uni-Seminaren und Übungen teilzunehmen. Diese Einschätzung wird bekräftigt durch die Tatsache, dass ein durchschnittlicher BWL-Student im 1. Semester etwa 18 Wochenstunden absolviert, während Studenten wissenschaftlicher Fachrichtungen weit über 30 Stunden benötigen, um ein Vielfaches an Stoffumfang zu erlernen. Das kostet Zeit und Mühe, ist also in einem globalisierten Gesamtkonzept für einen BWL-Studenten nicht mehr akzeptabel. Vielmehr wird der Trend hin zur Minimierung des durch Bildungsveranstaltungen verursachten Time-waste und ein durch Angebot und Nachfrage korrigierter Optimalitätsbegriff beobachtbar.

Strategiekonzepte:

Der BWL-Student hat demgegenüber klar erkannt, dass qualitativ höchstwertige Veranstaltungen (Tutorien, Parties etc.) ihren Preis haben und sich dadurch auszeichnen, dass alle Teilnehmer am Ende das gleiche Niveau erreichen. Es
erscheint daher als oportun, dem BWL-Studenten die Teilnahme an Lehrveranstaltungen dadurch 'schmackhaft' zu machen, dass er eine dem intellektuellen Anspruch der Veranstaltung entsprechende Teilnahmegebühr entrichtet - selbstverständlich unter Gewährung einer Bestehensgarantie. Das Anspruchsniveau und der damit verbundene Preis werden durch ein internes Ranking ermittelt, welches im wesentlichen die Bestehensquote berücksichtigt.

3. Problemkreis: Durchfallquoten

Die Bestehensquoten der Teilnehmer (!) an Mathematik A Klausuren liegt regelmäßig zwischen 50 und 60% (50 bis 60 von Hundert, also 0.5 bis 0.6 x 100 in Prozent). Im Hinblick auf die individual-ideologische Weltbildformung des Professorenstabes auf finanzielle (und natürlich studentische)Fundamentalinteressen, sowie im Lichte des o.a. Defizits, welches zu physischen und intellektuellen distributionsdynamischen
Abwanderungsprozessen der Studierenden nach Hagen und damit zu einem Verlust an Corporate Identity führte, wurde ein neues Konzept in kollegialer Zusammenarbeit entwickelt.

Strategiekonzept:

Anpassung der Bestehenspunktzahl an das persönliche und individuelle Wissenskapital und die Kernkompetenzen des einzelnen BWL-Studenten, die in 2-tägigen offenen Gruppen- und Einzelgesprächen in parkähnlicher Atmosphäre ergründet werden können.

Persönlichkeitsfördernde sozio-ökonomische Kompetenz (soft-skills) wird dem BWL-Studenten insbesondere durch Herausstellen seiner Einzigartigkeit unter Gleichen vermittelt. Indem wir ihm die Entscheidung über seine Ich-Habe-Bestanden-Punktzahl (IHBP) selbst überlassen, fördern wir seinen geistig-emotionalen Reifungsprozess.

Dieses innovativ-progressive Element einer globalen Ich-Verwirklichung kann durch Angabe der IHBP bei der Anmeldung zur Mathematik-Prüfung beim VIPA oder optional auch erst nach der Korrektur der Klausuren und Bekanntgabe der Punktzahlen realisiert werden.

Kernvorteil dieses Formats ist seine maximal leichte Aquisierbarkeit in anderen Lehrveranstaltungen, was dann in einem darviportunischen Prozess zu einer Maximierung der Standortgüte der Wirtschaftwissenschaften der Universität führen wird. Konservative Schätzungen legen kurzfristig eine Steigerung der Bestehensquote der BWL-Studenten auf 90 bis 96% (das sind 0.900 bis 0.960 x 100 in Prozent) nahe.

Konzeptionelle Deregulierung der Lehrveranstaltungen im Sinne einer Globalisierung durch Vereinheitlichung und Unifikation, sowie Backtracing anhand der erworbenen Erfahrungen werden dann längerfristig darauf abzielen, den restlichen 4 bis 10% (das sind 0.040 bis 0.100 x 100 in Prozent) der Studierenden die Tiefe und Funktionabilität dieses revolutionären Konzepts zu vermitteln, um auch diesen ein Bestehen zu ermöglichen. Auf lange Sicht erwarten wir demnach eine Bestehensquote von mindestens 100% (das ist 1.000 x 100 in Prozent) - konservativ geschätzt.



The Frog Prince & Iron Henry

Ich möchte selbstredend nur höchst ungern wieder das Thema des Beitrages von vergangener Woche aufnehmen, aber gerade sehe ich auf Phoenix die Live-Übertragung der Militärparade in Paris. Nein, nicht deutsche oder alliierte, sondern so genannte französische Truppen marschieren zur Feier des 14. Juli. Da Frankreich eigentlich gar nichts zum feiern hat, beschloss man eben sich selbst zu feiern. Von der Grundidee also das gleiche wie ein Nationalfeiertag in Uruguay, nur eben ein wenig größer. Das Beste war das zur Schaustellen einer der traditionsreichsten Divisionen des französischen Militärs, eine Aufklärungseinheit, die, laut Kommentator, auf "glorreiche, erfolgreiche Einsätze im deutsch-französischen Krieg, im I. Weltkrieg, im II. Weltkrieg, in Afrika und im Vietnam zurückblicken kann".
Irgendwie kommt mir das historisch nicht so ganz glaubhaft vor...
Vielleicht fragt sich der Kommentator ja mal, warum solche Übersetzungen zustande kommen.



Dienstag, Juli 12, 2005

Lesenswert

Die Kolumne von Fredmund Malik im Manager Magazin ist dieses Mal wieder besonders lesenswert.



Montag, Juli 11, 2005

Der kleine Unterschied

Papst appelliert an Terroristen: 'Im Namen Gottes hört damit auf'

Papst Benedikt XVI. hat heute nach dem Angelus-Gebet erneut zu den Attentat in London Stellung genommen und zum Gebet für die Opfer und die Terroristen aufgerufen. "Lasst uns für die Menschen, die getötet wurden, für diejenigen, die verletzt wurden, und für ihre Angehörigen beten. Aber lasst uns auch für die Attentäter beten: Möge der Herr ihr Herz berühren." Zu den Terroristen sagte Papst Benedikt weiters: "Gott liebt das Leben, das er erschaffen hat, nicht den Tod. Im Namen Gottes hört damit auf."


"Freut Euch, Gemeinschaft der Muslime"

"Freut Euch, Gemeinschaft der Muslime", heißt es in dem Schreiben. "Die heldenhaften Mudschahidin haben heute einen Angriff in London durchgeführt". Ganz Großbritannien sei jetzt erschüttert und schockiert, "im Norden, im Süden, im Westen und im Osten". "Wir haben die britische Regierung und das britische Volk immer und immer wieder gewarnt". "Wir haben unser Versprechen gehalten und eine gesegnete militärische Operation durchgeführt."



Sonntag, Juli 10, 2005

Böser Ka

Endlich habe ich den Grund dafür gefunden, daß mein ailurophiler Bloggerkollege etwas gegen den Ford Ka hat.



Freitag, Juli 08, 2005

Wir haben keine Angst vor euch

Aber wir werden euch den Allerwertesten aufreißen.

Wer London und den Rest der Freien Welt grüßen möchte, kann dies hier tun: www.werenotafraid.com.

PS: Wer diesen Sommer eines der herrlichen Promenade Concerts in der Royal Albert Hall erleben möchte - Infos und Karten gibt es bei der BBC.



Donnerstag, Juli 07, 2005

Stand up and meet the War

For all we have and are,
For all our children's fate,
Stand up and meet the war.
The Hun is at the gate!
Our world has passed away
In wantonness o'erthrown.
There is nothing left to-day
But steel and fire and stone.

Though all we knew depart,
The old commandments stand:
"In courage keep your heart,
In strength lift up your hand."

-- Rudyard Kipling

It is important that those engaged in terrorism realise that our determination to defend our values and our way of life is greater than their determination to cause death and destruction to innocent people in a desire to impose extremism on the world.

Whatever they do, it is our determination that they will never succeed in destroying what we hold dear in this country and in other civilised nations throughout the world.

-- Tony Blair

Wieder einmal haben Islamofaschisten der Welt bewiesen, wie ihre Vision für den Umgang mit den Herausforderungen der Zeit aussieht. Wieder einmal wird, nach anfänglichen solidarischen Pressestatements, ein Politiker in Paris, Berlin und Brüssel nach dem anderen sich in der Ansicht bestätigt fühlen, dass Wegducken und allgemein wohlwollend-unauffälliges Verhalten gegenüber dem islamischen Terror am angenehmsten ist -- nicht nur wegen der Waffendeals und den Wahlstimmen der Immigranten. Das Vereinigte Königreich wird recht bald erfahren müssen, daß es von Berlin und Paris vorzugsweise dann als europäisches Bruderland angesehen wird, wenn Cash für die Brüsseler Subventionsschleuder beschafft werden muss - und nur dann.

Gleichzeitig zeigen die Vorgänge auf der Insel den weniger hirnbefreiten Zeitgenossen mit bemerkenswerter Klarheit den Unterschied zwischen liberaler Zivilisation und Barberei: Einerseits G8-Gipfel, auf dem die zivilisierte Welt sich um die Lösung globaler Herausforderungen bemüht - andererseits Zerstörung und Gewalt.

Aber natürlich macht der Westen hier etwas falsch und verursacht dadurch Armut und Unterdrückung in der Welt. Wer's glaubt.

Der Krieg, den uns die Islamofaschisten am 11. September 2001 erklärten, geht weiter. Wir können kämpfen mit allem Einsatz, der erfoderlich werden kann, oder auch nicht. Über die Konsequenzen von letzterem sollte sich aber jeder einzelne im Klaren sein.



London

Unser Beileid an alle Betroffenen in London.
Großbritannien musste schmerzlich erfahren, dass nicht nur der Irakkrieg sondern auch der Krieg gegen den Terror für die westliche Welt lebenswichtig ist.
Das linksliberale Gespräch, man müsse die Terroristen doch verstehen und sie nur höflich bitten das Kriegsbeil niederzulegen kommt einem in diesen Stunden wie eine einzige unglaubliche Provokation vor.
Terroristen sollten nicht nur bekämpft werden, nein, man sollte sie vernichten. Sonst vernichten sie uns. Hier gibt es keine Grauzone, nur schwarz oder weiß.
Nicht nur solche klaren Worte sollten wir finden sondern auch zu klaren Taten schreiten.
Wir alle!



Mittwoch, Juli 06, 2005

Grün-Linker Alptraum

Nachdem ich heute irgendwie meinen (fürchterlichen) Opel Dienstwagen in die Parklücke zwischen zwei Humvees gequetscht habe freute ich mich auf ein ausschweifendes Mal bei McDonalds. Da dieser völlig überfüllt war mit US Army Soldaten musste ich mich mit einem Platz neben einer Gruppe Jugendlicher begnügen. Diese waren natürlich ihrem Alter entsprechend gekleidet, sprich Che Guevara T-Shirts und auf nahezu jedem freien Platz auf der Kleidung ein Roter Stern. Bei einem war sogar unter der Jacke ein Stalin-Aufnäher zu sehen. Die übliche Problematik bei der Kleiderwahl der meisten Jugendlichen also. Was jedoch kurz nach dem Verspeisen der wie immer köstlichen Fast Food Nahrung passierte war ganz und gar nicht üblich. Ängstlich sah ich einen circa 5m großen Sergeant und acht Gefolgsleute auf mich zukommen, dahinter auch noch zwei Bundeswehrheeressoldaten die kurz zuvor hereingekommen waren. Glücklicherweise wurde ich verschont, allerdings gruppierte sich diese Armee - jedenfalls kamen mir die Männer so vor mit ihren 90 Kg verteilt auf durchschnittliche 1,90m - um den Tisch mit den Jugendlichen herum. Daraufhin sprach einer der Army Soldaten sehr höflich diese auf ihre T-Shirts an, ob sie sich nicht schämen würden solche Motive zu tragen und nicht mal ihren Grips benutzten könnten um darüber nachzudenken was hinter diesen Motiven stecke. Die Jugendlichen verließen daraufhin, nachdem sie etwa drei Pommes Frites gegessen haben, schnell, ja sehr schnell, die Filiale. Die Soldaten grinsten und widmeten sich wieder ihren Gerichten zu.
Irgendwie ist die Welt doch manchmal in Ordnung, dachte ich mir so dabei. Es kommt anscheinend nur auf den Ort an.
Ich erinnere mich noch an meine Schulzeit, als ich ein parteizeichenloses, gelbes T-Shirt mit der blauen Aufschrift Mehr Kohle für die Schule ausziehen musste und kurz darauf gleich zwei Personen auf dem Schulhof mit offiziellen Grünen T-Shirts begegnete. Oder mir auch die zahlreichen Che T-Shirts anderer Schüler betrachtete. Oder angeekelt einen Stalin Button an der Brust eines Schülers entdeckte.
Trägt man in Deutschland ein Pinochet Hemdchen, so wird man gleich darauf vorsichtshalber mal weggesperrt. Grundlos, Pinochet rettet schließlich das Schicksal Chiles. Ein Che T-Shirt allerdings zeigt angeblich politisches Engagement.
Das kommt anscheinend dabei heraus, wenn man eine der wichtigsten Aufgaben, die Erziehung und Bildung unserer Kinder in der Schule, irgendwelche Alt-68er Versagern überträgt. Und dieser Teufelskreislauf ist leider bereits schon in Gange, wird doch die nächste Generation der Lehrkräfte mit wenigen Ausnahmen versehen nicht herausragend besser werden.



Dienstag, Juli 05, 2005

Die Weisheit mit Löffeln gefressen...

...hat Alrik, der mit diesem Kommentar wirklich den Vogel abschoss. Der Kommentar im Original:

Ich finde, der Iran hat ein Recht auf Atomwaffen.
Israel kann sich durch seine Atombomben sicher sein, das kein arabisches Land es angreift.
Und Israel ist das Grundübel in der muslimischen Welt. Erst wenn Israel vernichtet ist, kann es in der Islamischen Welt, die von der Straße von Gibraltar bis nach Australien reicht, eine positive Entwicklung geben.
Ist Israel erst mal beseitigt, werden die Islamisten in Marroko und Algerien aufhöhren gegen den Staat zu kämpfen, werden die Araber im Sudan die Neger in Frieden lassen, werden die Seperatisten in Thailand und den Phillipinen aufhöhren einen eigenen Staat herbeizubomben...


Starker Tobak. Ziemlich starker Tobak...



Lächeln bitte!

Aus beruflichen Gründen habe ich zurzeit sehr viel mit Amerikanern zu tun. Natürlich gibt es überall schwarze Schafe. Aber irgendwie denke ich, der gemeine Joe ist sympathischer als der gemeine Michel. Ein „Good afternoon“ reichte heute aus um 15 min später mit einem inzwischen angebotenen Budweiser in der Hand in die proper gefüllte Garage gebeten zu werden und dort über Automobile zu fachsimpeln.
Ich würde mich selbst als durchaus sehr kommunikativ bezeichnen, (böse Zungen würden nun behaupten, das sei ein diplomatischer Ausdruck dafür, dass ich vom Backstein bis zum religiösen Fundamentalisten alles anquatsche) aber einen Fremden nach 15min so zu behandeln finde ich immer noch irgendwie richtig erfrischend.
Wird Zeit, dass auch mal in Deutschland ein Mentalitätswandel in Richtung „Mundwinkel nach oben“ stattfindet und nicht jeder herumläuft als stünde das Ende der Welt bevor.



Montag, Juli 04, 2005

IG Metall im Intelligenzrausch

Bereits früh morgens kann einem unvorstellbar furchtbares passieren. Bereits zu früher Stunde tauchte plötzlich gänzlich ungewollt das Mitgliedsheftchen der IG Metall auf meinem Schreibtisch auf. Das Titelbild sprach mich bereits an, dachte ich mir doch, wie oft man diese Parole wiederholen muss um sie dem gemeinen Gewerkschaftsmichel einzubläuen. Der Innenteil war jedoch noch besser. Viel besser. In einem sehr gut kopiertem Spiegel-Niveau wurde hier über den Neoliberalismus geschrieben. Nun bin ich selbst kein all zu großer Freund des Neoliberalismus, ist er mir doch in vielen Bereichen zu sozialliberal und weit entfernt von dem von mir deutlich bevorzugten klassischen Liberalismus. Wie auch immer, die IG Metall musste natürlich dem von Heuschreckenplagen gepeinigten Gewerkschaftsmichel neues Futter servieren. Ich nehme mir die Freiheit und zitiere ein wenig aus der pdf-File, die den Artikel jedem zugänglich macht.

Die Sozialdarwinistin Thatcher hat keinen Skrupel, immer mehr Wettbewerb zu fordern und in Großbritannien
durchzusetzen


Sozialdarwinistin...Nun ja, deutlich wird die unbeschreibliche Dummheit und Ignoranz dieses IG Metallers bei dem zweiten Teil. Vor der Einführung des Wettbewerbes sollte man also Skrupel haben, unbeschreiblich was diese Steinzeitkommunisten da von sich lassen.

Sie kämpft gegen Gewerkschaften und betreibt massiven Sozialabbau


Ja wunderbar! Der Kampf gegen die Gewerkschaften ist nicht nur richtig sondern unbedingt erforderlich, genauso wie massiver Sozialabbau!

Außerdem privatisiert die Eiserne Lady alles was zu privatisieren
ist


Ebenfalls wunderbar! Was gibt es dagegen auszusetzen? Vielleicht könnte man den IG Metallern mal erklären, wie hilfreich es sein kann zu solchen Aussagen auch Argumente zu liefern. Aber der deutsche Gewerkschaftsmichel darf bloß nicht überfordert werden.

Der Neoliberalismus wird mit Thatcher sowie auch US-Präsident Ronald Reagan salonfähig und breitet
sich weltweit aus.


Oh je oh je, diese böse, alles vernichtende Seuche grassiert ja regelrecht! Wie furchtbar! Sie wird uns alle töten!!!

Zu spät entdecken die Politiker, dass nicht alles aus der ehemaligen DDR
schlecht war


Genau! Sozialismus, Totalitarismus, unfreie Wahlen, Stasi, Berliner Mauer, fehlende Reisefreiheit, enormes Wohlstandsgefälle zum Westen, etc. etc.
Und genau in ein solches System gehören diese verbohrten Gewerkschaftsdeppen hin. Hoffen wir nur, dass nicht all zu viele Leser diesen Schwachsinn ernst nehmen und sich selbst ein eigenes, richtiges Meinungsbild ausarbeiten.



Independence Day

Heute wird in den Vereinigten Staaten gefeiert. Auch wir sollten übrigens durchaus ein wenig feiern. Denn der amerikanische Unabhängigkeitstag ist für uns nicht bloß ein national begrentzter Feiertag, sondern viel mehr. Ein Ausdruck der Freiheit, ein Feiertag der Freiheit und somit auch unser Feiertag!
Allerdings sollten wir nicht vergessen, dass wir bei Angriffen auf diese, unsere Freiheit, manchmal gezwungen werden, couragiert zur Tat zu schreiten!



Image Hosted by ImageShack.us



J`ai un chat dans la gorge...oder Alltagskomik auf Französisch

Aus aktuellem Anlass möchte ich doch nichts unversucht lassen uns zu belustigen. Der Chefwurm Europas meint also, er könne sich über Großbritannien lustig machen. Nun ja, dann werden wir mal zurückschlagen.

French 20th Century History in a nutshell

WWI: Tied and on the way to losing, France is saved by the United States. Thousands of French women find out what it's like not only to sleep with a winner, but one who doesn't call her "Fraulein." Sadly, widespread use of condoms by American forces forestalls any improvement in the French bloodline.

WWII: Lost. Conquered French liberated by the United States and Britain just as they finish learning the Horst Wessel Song.

War in Indochina: Lost. French forces plead sickness, take to bed with Dien Bien Flu.

Algerian Rebellion: Lost. Loss marks the first defeat of a Western army by a Non-Turkic Muslim force since the Crusades, and produces the First Rule of Muslim Warfare -"We can always beat the French." This rule is identical to the First Rules of the Italians, Russians, Germans, English, Dutch, Spanish, Vietnamese, and Eskimos.

War on Terrorism: France, keeping in mind its recent history, surrenders to Germans and Muslims just to be safe.



"The only way the French are going in is if we tell them we found truffles in Iraq."
—Dennis Miller

"I would call the French scumbags, but that, of course, would be a disservice to bags filled with scum. I say we invade Iraq, then invade Chirac."
—Dennis Miller

"You know why the French don't want to bomb Saddam Hussein? Because he hates America, he loves mistresses and wears a beret. He IS French, people."
—Conan O'Brien

"The last time the French asked for 'more proof,' it came marching into Paris under a German flag."
—David Letterman

"A Frenchman both common and noble is quite self-assured because he regards himself personally both in mind and body as irresistibly attractive to both men and women. This is why the French are constantly attacked by the Prussians and the English."
- Leo Tolstoy

"In France one must adapt oneself to the fragrance of a urinal."
- Gertrude Stein

"Only thing worse than a Frenchman is a Frenchman who lives in Canada."
- Ted Nugent

"Basically, the French are all peasants."
- Pablo Picasso

"France is miserable because it is filled with Frenchmen, and Frenchmen are miserable because they live in France."
- Mark Twain

"I just love the French. They taste like chicken!"
- Hannibal Lecter

"France has neither winter nor summer nor morals. Apart from these drawbacks it is a fine country. France has usually been governed by prostitutes."
—Mark Twain

"I would rather have a German division in front of me than a French one behind me."
—General George S. Patton

"Going to war without France is like going deer hunting without your accordion."
—Norman Schwartzkopf

"We can stand here like the French, or we can do something about it."
—Marge Simpson

"As far as I'm concerned, war always means failure."
—Jacques Chirac, President of France

"As far as France is concerned, you're right."
—Rush Limbaugh

"The only time France wants us to go to war is when the German Army is sitting in Paris sipping coffee."
—Regis Philbin

"The French are a smallish, monkey-looking bunch and not dressed any better, on average, than the citizens of Baltimore. True, you can sit outside in Paris and drink little cups of coffee, but why this is more stylish than sitting inside and drinking large glasses of whiskey I don't know."
—P.J O'Rourke (1989)

"You know, the French remind me a little bit of an aging actress of the 1940s who was still trying to dine out on her looks but doesn't have the face for it."
—John McCain, U.S. Senator from Arizona

"They've taken their own precautions against Al Qaeda. To prepare for an attack, each Frenchman is urged to keep duct tape, a white flag, and a three-day supply of mistresses in the house."
—Argus Hamilton

How many Frenchmen does it take to change a light bulb?
One. He holds the bulb and all of Europe revolves around him.

An old saying: Raise your right hand if you like the French.... Raise both hands if you are French.

Next time there's a war in Europe, the loser has to keep France.

Q. Why do we need France on our side against Saddam and Osama?
A. So the French can show them how to surrender.

Q: How many Frenchmen does it take to defend Paris?
A: Nobody knows, it's never been tried.

Q. Why did the French plant trees along the Champs Elysees?
A. So the Germans could march in the shade.

Q: How many gears does a French tank have?
A: 4 reverse and 1 forward, in case the enemy attacks from the rear.

Q: How can you identify a French Infantryman?
A: Sunburned armpits.

Q. What's the difference between Frenchmen and toast?
A. You can make soldiers out of toast.

Q. What do you call 100,000 Frenchmen with their hands up?
A. The Army.


Das sollte reichen fürs erste.



Freitag, Juli 01, 2005

GröDaZ in letzter, allerletzter Mission

Noch bis etwa 11.00 Uhr heute Vormittag habe ich die Gelegenheit unseren GröDaZ in seiner letzten Mission zu verfolgen. Die Begründungen für den verkappten Rücktritt Schröders ahnten wir bereits voraus. Es bleibt bei der Volksverdummung, Neuwahlen würden eine Zusammenarbeit mit dem Bundesrat erleichtern und das gestörte Vertrauen der Regierungsfraktionen in den GröDaZ wieder herstellen.
Rot-Grün wird gehen. Untergehen mit all seiner fehlgeleiteten, gescheiterten Ideologie. Mit all seinen wirren Träumen und offensichtlichen Fehleinschätzungen.
Es herrscht gedrückte Stimmung auf der Regierungsbank. Während die Rot-Grünen Parteien sich noch mit pöbelhaften Störrufen über ihr Ausscheiden aus der Regierung hinwegtrösten haben sich die Gesichter deutlich verfinstert.
Angela Merkel, die aller Voraussicht nach neue Kanzlerin, fordert gerade weniger Staat und mehr Freiheit. Wenn ich nun der Rede Angela Merkels weiter zuhöre - und diesen pöbelhaften Mob von Rot-Grün ignoriere - so erinnert sie mich wirklich an Reden Margaret Thatchers. Bisher wehrte ich mich gegen diese Vergleiche, denn, ich gestehe, die nun schon ein wenig ältere eiserne Lady verehre ich. Aber Angela Merkel scheint sich von ihr in der Tat ein gutes Stück abgeschaut zu haben.
Insofern, Angie, übernehmen Sie!