Spieglein, Spieglein ...
Neue Tricks der US Army
So titelte heute Der Spiegel Online. Welch eleganter Einstieg. Natürlich suggeriert diese Überschrift gleich zu Beginn ein zumindest zweifelhaftes Vorgehen der Armee, eher erscheint diese Überschrift als Verheißung eines negativen Vorgehens der Armee. Welches Vorgehen ist wohl gemeint? Zum tausenden Male Guantánamo Bay, die Erschießung eines Terroristen im Irak oder wurde gar ein Fahrzeug einer Journalistin wieder einmal von über 400 Schüssen getroffen von denen sich seltsamerweise 99% nicht nachweisen lassen? Nein, viel banaler, es geht um das Rekrutieren von Jugendlichen an Universitäten für die Armee, verpackt mit dem Bedienen typischer, falscher Vorurteile und den üblichen Ängstigungen der SPON Mannschaft. Dass die Armee überhaupt an Universitäten rekrutiert ist nichts Ungewöhnliches. Schon zu meiner Schulzeit stand auf unserem Schulhof einmal im Jahr ein Bundeswehr-LKW und Vertreter der verschiedenen Waffengattungen versuchten uns zu einem Studium in Hamburg oder München an den beiden Bundeswehruniversitäten zu gewinnen.
Dass Personen aus mit sehr niedrigem Einkommen in den USA ja förmlich gezwungen werden mit der Armee zu kooperieren um sich ein Studium an einer Eliteuniversität zu finanzieren passt natürlich sehr gut in das vorgefertigte Bild. Nur ist es leider falsch, denn in den USA ist die Versorgung mit Stipendien geradezu vorbildlich, und ähnlich wie in Großbritannien kann ein Jeder – Kompetenz vorausgesetzt – an einer solchen Universität finanziell gesichert studieren.
Als kleine Randbemerkung: Welches Land hat wohl die geringste Studentenquote unter den Geringverdienern? Richtig, Deutschland!
Im weiteren Verlauf des Berichtes wird ein nahezu illegales Vorgehen beschrieben, bei dem die US Army persönliche Daten bei den Schulen abfragen darf und diese dann zu Rekrutierungszwecken einsetzt. Ein Schelm wer jetzt an die Daten denkt, die der Bundeswehr zur Verfügung gestellt werden müssen um Jugendlichen in Deutschland mit einjährigem Wehrdienst oder einjährigem Zivildienst von ihrem weiteren Werdegang abzuhalten.
Das Militär braucht Nachwuchs. Dafür ist es unabdingbar, junge Menschen eben für solche freiwillige Verpflichtungen anzuwerben, haben doch die jungen Menschen genug Vernunft zu entscheiden, ob sie sich letztendlich zum Dienst an der Waffe entscheiden. Dem amerikanischen Militär werden hier allerdings „illegale“ Machenschaften unterstellt und es wird wieder einmal zu Unrecht in ein negatives Licht gerückt.
Das böse Amerika musste eben wieder facettenreich beschrieben werden.
So titelte heute Der Spiegel Online. Welch eleganter Einstieg. Natürlich suggeriert diese Überschrift gleich zu Beginn ein zumindest zweifelhaftes Vorgehen der Armee, eher erscheint diese Überschrift als Verheißung eines negativen Vorgehens der Armee. Welches Vorgehen ist wohl gemeint? Zum tausenden Male Guantánamo Bay, die Erschießung eines Terroristen im Irak oder wurde gar ein Fahrzeug einer Journalistin wieder einmal von über 400 Schüssen getroffen von denen sich seltsamerweise 99% nicht nachweisen lassen? Nein, viel banaler, es geht um das Rekrutieren von Jugendlichen an Universitäten für die Armee, verpackt mit dem Bedienen typischer, falscher Vorurteile und den üblichen Ängstigungen der SPON Mannschaft. Dass die Armee überhaupt an Universitäten rekrutiert ist nichts Ungewöhnliches. Schon zu meiner Schulzeit stand auf unserem Schulhof einmal im Jahr ein Bundeswehr-LKW und Vertreter der verschiedenen Waffengattungen versuchten uns zu einem Studium in Hamburg oder München an den beiden Bundeswehruniversitäten zu gewinnen.
Dass Personen aus mit sehr niedrigem Einkommen in den USA ja förmlich gezwungen werden mit der Armee zu kooperieren um sich ein Studium an einer Eliteuniversität zu finanzieren passt natürlich sehr gut in das vorgefertigte Bild. Nur ist es leider falsch, denn in den USA ist die Versorgung mit Stipendien geradezu vorbildlich, und ähnlich wie in Großbritannien kann ein Jeder – Kompetenz vorausgesetzt – an einer solchen Universität finanziell gesichert studieren.
Als kleine Randbemerkung: Welches Land hat wohl die geringste Studentenquote unter den Geringverdienern? Richtig, Deutschland!
Im weiteren Verlauf des Berichtes wird ein nahezu illegales Vorgehen beschrieben, bei dem die US Army persönliche Daten bei den Schulen abfragen darf und diese dann zu Rekrutierungszwecken einsetzt. Ein Schelm wer jetzt an die Daten denkt, die der Bundeswehr zur Verfügung gestellt werden müssen um Jugendlichen in Deutschland mit einjährigem Wehrdienst oder einjährigem Zivildienst von ihrem weiteren Werdegang abzuhalten.
Das Militär braucht Nachwuchs. Dafür ist es unabdingbar, junge Menschen eben für solche freiwillige Verpflichtungen anzuwerben, haben doch die jungen Menschen genug Vernunft zu entscheiden, ob sie sich letztendlich zum Dienst an der Waffe entscheiden. Dem amerikanischen Militär werden hier allerdings „illegale“ Machenschaften unterstellt und es wird wieder einmal zu Unrecht in ein negatives Licht gerückt.
Das böse Amerika musste eben wieder facettenreich beschrieben werden.


4 Comments:
Was wohl wäre, wenn die Bundeswehr samt Wehrpflicht, Grundwehrdienst und KWEA so in Amerika existieren würde, Deutschland aber die amerikanische Freiwilligenarmee sein eigen nennen würde?
Würde der Spiegel dann über Zwangs-oder Sklavenarbeit für 0,50 bis 1,00 Euro die Stunde schreiben, über folternde Ausbilder, die Zigaretten auf der Haut der Rekruten ausdrücken? Über die zusammenbrechende Gesundheutsversorgung der Bevölkerung, die sich nur durch die nichtmilitärische Alternative der Zwangsarbeiter finanziell über Wasser halten kann? Über junge Menschen, deren Verweigerung beider Zwangsdienstformen sie jahrelang hinter Gitter bringt?
Solche Meisterstücke sind es, die die Voreingenommenheit dieses Revolverblatts besonders deutlich belegen.
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AS, at 5:14 PM
Noch voreingenommener ist diese Seite. Egal was der Spiegel schreibt, ihr werdet keine Ruhe geben bis er auch Hurra Bush schreit und Hurra Neoliberalismus schreit!
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Anonym, at 2:14 PM
Der Spiegel wird immer eines der schlimmsten Propagandablätter rot-grüner Sozialideologie bleiben.
Seine Lügen muß man bekämpfen!
Ulrich Kasper
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Anonym, at 10:58 PM
Aus "Die Zeit":
"Auch die Bundeswehr hat die Schule als Rekrutierungsort neuer Mitarbeiter entdeckt. Die Europahauptschule Johann-Heinrich-Pestalozzi in Alsdorf bei Aachen kooperiert mit der Ausbildungswerkstatt des Heeres. Schulleiter Norbert Steffens begrüßt die Zusammenarbeit als »Erweiterung unseres Schulprofils«. Umgekehrt verpflichtet sich die Hauptschule in der Kooperationsvereinbarung, für die Ausbildungswerkstatt zu werben; beide Vertragspartner sichern sich »Gegenseitige Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit« zu. Schulleiter Steffens sieht darin kein Problem. Er mache ja nicht Werbung für die Bundeswehr, sondern allenfalls für die Ausbildungswerkstatt, sagt der Pädagoge."
http://www.zeit.de/2005/25/B-Schulen_2fUnternehmen?page=4
By
Atlanticus, at 11:13 AM
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