Mittwoch, Juni 29, 2005

Schizophrenie

Das Warten auf die Vertrauensfrage hat bald ein Ende. Übermorgen ist es endlich soweit. Über das Vorgehen der Rot-Grünen Regierung allerdings wird bereits jetzt viel diskutiert. Es erhärtet sich der Verdacht, sowohl die SPD-Fraktion als auch die Grünenfraktion werden sich enthalten. Die Karl Marx Reinkarnation Franz Müntefering meint, genau damit würde man ja der Regierung das Vertrauen zusprechen, mit der Enthaltung.
Wie bitte?
Irgendwie leuchtet mir das nicht ein. Rot-Grün möchte gerne morgen sogar mit der Regierungsmehrheit noch über 40 Abstimmungen durchführen, danach allerdings besitzt man urplötzlich nicht mehr den Rückhalt der eigenen Fraktionen und die Vertrauensfrage scheitert? Klingt irgendwie unlogisch und schizophren. Die Verfassung wird hier aber arg zurechtgebogen.
Ferner würde es mich natürlich einmal interessieren, wie man dies denn dem Wähler bzw. dem Volk vermitteln möchte. Von heute auf morgen verliert man also den Rückhalt in den eigenen Reihen und auf Grund der Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat sei ein Regieren momentan sowieso unmöglich, so der Tenor von Rot-Grün. Natürlich wissen wir, dass sich die Bundesratsmehrheit für längere Zeit nicht ändern wird, aber das auch die gesamten Fraktionsmitgliedern von Rot-Grün schizophren sind und urplötzlich sämtliches Vertrauen in den Kanzler verlieren ist neu.
Fest steht jetzt bereits, es wird ganz sicher ein sehr lustiger Freitagmorgen geben, hoffentlich mit einem Happy End für Deutschland und einer Abwahl der Rot-Grünen Versagerbank zum Herbst.



Dienstag, Juni 28, 2005

Fundamentalisten mit atomarer Bewaffnung [UPDATE]

In der Kommentarsparte wurde viel diskutiert ob hier eine Vorverurteilung meinerseits stattfand und es denn richtig sei, den iranischen Präsidenten bereits nach einem Tag im Amt mit möglichen Militärschlägen Israels zu drohen. Ich meine ja. Bekräftigt wird diese Meinung nicht nur durch einen sehr guten Artikel in der Welt auf den uns Michael Herzog aufmerksam gemacht hat, sondern auch von der allgemeinen Lage im Iran. Ferner stellte der neuge"wählte" Präsident bereits klar, er werde keinesfalls von dem Bestreben nach friedlicher Nutzung der Kernenergie ablassen. Damit stellte er zugleich indirekt in Aussicht, dass die Gespräche, sagen wir mal lieber der Kaffeeklatsch mit Jacques und Gerhard, bereits zum Scheitern verurteilt sind. Mit dem Iran zu verhandeln ist sinnlos. Mit Fundamentalisten zu verhandeln ist dazu noch falsch. Es ist zweifellos keine angenehme Alternative, doch das Schwert vermag hier die Probleme zu lösen während durch bloßes Reden und damit verbundenem Appeasement weiterhin jüdisches Blut fließen wird.
Dem sollte man sich uneingeschränkt bewusst sein!




Im Iran wurde am Wochenende ein neuer Präsident "gewählt". Den Begriff "Wahl" zu verwenden ist nahezu unmöglich, denn von einer wirklichen, demokratischen Wahl bei der alle Kandidaten ein Recht auf sowohl passives sowie aktives Wahlrecht besitzen, kann keine, überhaupt keine, Rede sein. Die "Wahl" war eine Farce, soviel steht fest. Bei dieser Farce gewann jedoch nicht ein langes Kinn aus Kerpen sondern ein rückständiger, aggressiver und durchaus gefährlicher islamischer Extremist namens Ahmadinedschad. Er stellt gleich nach seinem Wahlerfolg klar, der Iran werde auch weiterhin an dem umstrittenen – zumindest in der freien Welt, Frankreich ausgenommen – Atomprogramm festhalten. Natürlich nur zu friedlichen Zwecken, schließlich muss der fromme Moslem ja mindestens 17 mal in der Nacht gen Mekka beten und benötigt deshalb eben ein hohes Maß an Elektrizität. Oder hat es vielleicht doch mit den angekündigten Selbstverteidigungsmaßnahmen gegen das böse, böse Israel zu tun? Selbstverteidigungsmaßnahmen wie diese in Tel Aviv, Haifa oder Jerusalem?
Die Leittragenden werden das iranische Volk und die Angehörigen der Piloten und Pilotinnen der israelischen Luftwaffe sein.
Denn diese Piloten müssen das nutzlose und ekelhafte Appeasement der EU ausbaden und mit militärischer Gewalt gezielt gegen die Forschungsstätten zur Plutoniumgewinnung vorgehen.
Denn ein Iran mit einer solchen Führung kann anscheinend nur so in seine Grenzen gewiesen werden, und solange der Iran eine Diktatur bleiben wird, solange muss Israel entschieden reagieren, und wir müssen es dabei unterstützen!



Samstag, Juni 25, 2005

Alltagssatire

In der Gastwirtschaft "Zum deutschen Michel" finden sich regelmäßig 10 Gäste ein, um dort ihr Mittagessen einzunehmen. Einige von ihnen würden lieber in anderen Lokalen speisen, aber sie haben keine Wahl, denn an ihrem Ort gibt es ausschließlich diese gastronomische Einrichtung. In ihr ist nur ein Einheitsmenü zu haben, für das der Wirt insgesamt 100 Euro berechnet. Es musste noch entschieden werden, wer was zu bezahlen hat. Das sonst auf Märkten übliche Verfahren, dass jeder das bezahlt, was er bestellt und erhalten hat, wurde als unsozial verworfen. Stattdessen schlug der Oberkellner vor, dass die Gäste selbst entscheiden sollen, wie sie die Gesamtkosten des Mittagessens unter sich aufteilen. Diese Idee fand bei den meisten Gästen begeisterte Zustimmung. Man kam überein, dass über die Kostenverteilung demokratisch abzustimmen sei. Die Entscheidung der Mehrheit sei von allen zu akzeptieren, denn:

die Mehrheit hat immer Recht;
der demokratische Abstimmungsprozess gibt der getroffenen Entscheidung sakralen Charakter;
die Unterwerfung der Minderheit unter den Mehrheitswillen sichert den sozialen Frieden.

Das Ergebnis der demokratischen Abstimmung war keineswegs überraschend. Da die Besserverdienenden nur eine Minderheit darstellen, beschloss die Mehrheit, dass die Kosten des Mittagessens gemäß dem jeweiligen Einkommen der Gäste zu tragen seien. Das ergab in unserem Fall folgende Anteile:

1. der wohlhabendste Gast hatte 50 Euro zu bezahlen;
2. ein weiterer Besserverdiener durfte sich mit 20 Euro beteiligen;
3. - 5. drei Gäste hatten je 10 Euro zu tragen;
6. - 10. alle anderen Gäste speisten gratis, denn ihr Anteil am Gesamteinkommen war gering.

In dieser Gastwirtschaft fühlte sich die Mehrheit der Gäste sehr wohl. Gelegentliches Murren der Hauptbeitragszahler wurde als Ausdruck eines unterentwickelten sozialen Gewissens erkannt. Eine Vielzahl von Journalisten, Kirchenvertretern und Verbandsfunktionären bemühte sich, diese Sozialpathologie zu bekämpfen.

Im Laufe der Zeit musste die Zahl der Kellner stark erhöht werden, denn es stellte sich heraus, dass diejenigen, die Leistungen geschenkt bekamen, immer mehr davon verlangten. Allmählich bemerkte man, dass die Bedürfnisse der Freikostgänger unbegrenzt waren, nicht aber die Finanzmittel der Nettozahler. Aber auch in dieser Situation wussten die Kellner einen Ausweg. Sie hatten festgestellt, dass die Besserverdienenden erhebliche Ersparnisse bei den Banken aufgehäuft hatten. Es lag also nahe, Bankkredite aufzunehmen, um den defizitären Haushalt der Gastwirtschaft auszugleichen. Die sozial unsensiblen Reichen protestierten dagegen. Sie behaupteten, mit ihrem Geld nicht nur für die ständig steigenden Ausgaben des Speiselokals aufzukommen, sondern auch noch die Kredite finanzieren zu müssen, die sie und ihre Kinder und Kindeskinder über noch höhere Rechnungen der Gastwirtschaft zurückzuzahlen haben. Aber auch diese Frage wurde auf demokratischem Wege entschieden. Die Mehrheit sprach sich für Kreditfinanzierte Freikost aus, ohne zu fragen, wie die Schulden jemals zurückgezahlt werden könnten.

Das fröhliche Treiben in der Gastwirtschaft "Zum deutschen Michel" wäre noch lange so weitergegangen, wenn nicht eine bedrohliche Entwicklung ihre düsteren Schatten auf unser Idyll geworfen hätte. In Nachbarorten, die unglücklicherweise seit einiger Zeit gut zu erreichen sind, öffneten Restaurants, die Speis und Trank viel günstiger anboten, als sie in der schon etwas heruntergewirtschafteten deutschen Kneipe auf der Speisekarte stehen. Besonders die Besserverdienenden Gäste waren großen Verlockungen ausgesetzt. So verlangt zum Beispiel der slowakische Gasthof für ein Menü, das für sie zuhause 50 Euro kostet, nur 20 Euro. Im Wirtshaus "Zum Zuger See" kostet die gleiche Mahlzeit preiswerte 30 Euro. Dazu kommt, dass die neuen Anbieter ihre wohlhabenden Gäste mit Respekt behandeln und ihnen zeigen, dass sie willkommen sind. Das alles in starkem Gegensatz zur deutschen Gastwirtschaft, wo man sich bei Dienstleistungen zurückhält, da man weder das Dienen noch das Leisten besonders schätzt.

Die Kellner der Gastwirtschaft "Zum deutschen Michel" erkannten die Gefahr, die von der neuen Dumping-Konkurrenz ausging. Um Schlimmeres zu verhindern, entschloss sich der Oberkellner, gegen den Widerstand eines Teils seiner eigenen Mannschaft, den Preis für das gemeinsame Mittagessen von 100 auf 80 Euro herabzusetzen. Die Differenz zwischen dem alten und dem neuen Preis gedachte er durch Kredite auszugleichen, deren Verzinsung und Tilgung durch andere Kredite finanziert werden sollte. Zuerst waren alle verblüfft über so viel Großzügigkeit des Oberkellners, der bis dahin nicht gerade durch besondere Kundenfreundlichkeit aufgefallen war. Aber bald war die Freude verflogen, denn es begann ein Streit darüber, wie die Preisermäßigung auf die Gäste zu verteilen sei.

Die egoistischen Besserverdiener argumentierten, dass eine 20%ige Preissenkung zu einer 20%igen Ermäßigung ihrer Beiträge führen müsste. Ihr Vorschlag lautete deshalb:

1. Statt bisher 50 Euro nunmehr 40 Euro;
2. Statt bisher 20 Euro nunmehr 16 Euro;
3. - 5. Statt bisher 10 Euro nunmehr 8 Euro;
6. - 10. Wie bisher 0 Euro.

Sofort erhob sich ein großer Proteststurm. Es wurde der Vorwurf der sozialen Unausgewogenheit erhoben, denn der Preisnachlass ist ungleichmäßig verteilt: der reichste Gast bekommt 50% der Ermäßigung, während die Hälfte der Gäste leer ausgeht. Kann es denn gerecht sein, dass einer 10 Euro Nachlass bekommt, ein anderer nur 4 Euro, 3 Gäste jeweils 2 Euro, und 5 Gäste gar nichts? Das sei schon mehr als eine soziale Schieflage, hier werde die Solidargemeinschaft aufgekündigt. Dem Gast, der bisher 50 Euro pro Mittagessen bezahlt hatte, schlug eine Welle von Abneigung entgegen. Er erkannte, daß die Minderheit der Reichen in Deutschland noch unbeliebter ist als im Ausland. Resigniert und gar nicht leichten Herzens entschloss er sich, in Zukunft in einem anderen Restaurant sein Mittagessen einzunehmen.

An dieser Stelle verlassen wir die übrig gebliebenen 9 Gäste der deutschen Gastwirtschaft. Wir wissen nicht, wie sie den Weggang des ungeliebten Hauptbeitragszahlers auszugleichen gedenken. Werden Sie die Mahlzeiten halbieren oder die Lasten neu verteilen? Wie immer ihre Entscheidung auch ausfallen mag, wir sind sicher, dass dabei die soziale Gerechtigkeit wiederum triumphieren wird.

Gefunden bei:

Wirtschaft + und Mehr Freiheit



Freitag, Juni 24, 2005

Spieglein, Spieglein ...

Neue Tricks der US Army

So titelte heute Der Spiegel Online. Welch eleganter Einstieg. Natürlich suggeriert diese Überschrift gleich zu Beginn ein zumindest zweifelhaftes Vorgehen der Armee, eher erscheint diese Überschrift als Verheißung eines negativen Vorgehens der Armee. Welches Vorgehen ist wohl gemeint? Zum tausenden Male Guantánamo Bay, die Erschießung eines Terroristen im Irak oder wurde gar ein Fahrzeug einer Journalistin wieder einmal von über 400 Schüssen getroffen von denen sich seltsamerweise 99% nicht nachweisen lassen? Nein, viel banaler, es geht um das Rekrutieren von Jugendlichen an Universitäten für die Armee, verpackt mit dem Bedienen typischer, falscher Vorurteile und den üblichen Ängstigungen der SPON Mannschaft. Dass die Armee überhaupt an Universitäten rekrutiert ist nichts Ungewöhnliches. Schon zu meiner Schulzeit stand auf unserem Schulhof einmal im Jahr ein Bundeswehr-LKW und Vertreter der verschiedenen Waffengattungen versuchten uns zu einem Studium in Hamburg oder München an den beiden Bundeswehruniversitäten zu gewinnen.
Dass Personen aus mit sehr niedrigem Einkommen in den USA ja förmlich gezwungen werden mit der Armee zu kooperieren um sich ein Studium an einer Eliteuniversität zu finanzieren passt natürlich sehr gut in das vorgefertigte Bild. Nur ist es leider falsch, denn in den USA ist die Versorgung mit Stipendien geradezu vorbildlich, und ähnlich wie in Großbritannien kann ein Jeder – Kompetenz vorausgesetzt – an einer solchen Universität finanziell gesichert studieren.
Als kleine Randbemerkung: Welches Land hat wohl die geringste Studentenquote unter den Geringverdienern? Richtig, Deutschland!
Im weiteren Verlauf des Berichtes wird ein nahezu illegales Vorgehen beschrieben, bei dem die US Army persönliche Daten bei den Schulen abfragen darf und diese dann zu Rekrutierungszwecken einsetzt. Ein Schelm wer jetzt an die Daten denkt, die der Bundeswehr zur Verfügung gestellt werden müssen um Jugendlichen in Deutschland mit einjährigem Wehrdienst oder einjährigem Zivildienst von ihrem weiteren Werdegang abzuhalten.
Das Militär braucht Nachwuchs. Dafür ist es unabdingbar, junge Menschen eben für solche freiwillige Verpflichtungen anzuwerben, haben doch die jungen Menschen genug Vernunft zu entscheiden, ob sie sich letztendlich zum Dienst an der Waffe entscheiden. Dem amerikanischen Militär werden hier allerdings „illegale“ Machenschaften unterstellt und es wird wieder einmal zu Unrecht in ein negatives Licht gerückt.
Das böse Amerika musste eben wieder facettenreich beschrieben werden.



Ice Cream Sintflut

Die schönste Stadt der Welt steht unter Wasser. Unter Wasser?
Nein, nicht ganz, sie wird von riesigen Mengen geschmolzenem Eis heimgesucht. Allerdings nicht von arktischem Eis wie in manchen Emmerichen, dem Sierra Club, Friends of the Earth, oder den Ökoterroristen von Earth First gewidmeten Katastrophenfilmen, sondern von herrlich klebriger Erdbeer-Kiwi Fruchtmischung.



Mittwoch, Juni 22, 2005

Geschichtsvergessenheit

Am 3. Oktober feiert Deutschland – oder sollte zumindest – die Wiedervereinigung nach mehr als 40 Jahren unter blutiger sowjetischer Diktatur und Besetzung.
Am 17. Juni allerdings feiert Deutschland nicht. Es ist ein Tag wie jeder andere, nur wenige erinnern an ihn und viel zu viele in Deutschland – besonders Jugendliche - können gar mit diesem geschichtsträchtigen Datum nichts anfangen. Es ist wirkliche eine Schande gegenüber der mutigen Freiheitsbewegung, die sich in der ehemaligen DDR landesweit gegen die Sowjetbesatzungsmacht aufgelehnt hat, dass kaum mehr deutsche Jugendliche diesen Tag zu schätzen wissen, gerade auch in den „neueren“ Bundesländern die zu diesem Tag eine weitaus stärkere Verbindung haben sollten.
Viel schlimmer jedoch, ist das Zeichen, dass führende Politiker setzen. Selbstredend ist es bereits Schande genug, dass 15 Jahre nach dem Sieg über den Kommunismus immer noch Kommunisten in Deutschland in Landesregierungen Ministerämter bekleiden, aber dass nun auch Sozialdemokraten den Widerstand gegen den Sowjetkommunismus zensieren wollen ist erschreckend und beschämend. Gestern und Heute wurden die Gedenktafeln zum 17. Juni 1953 von der Fassade des Bundesfinanzministeriums entfernt. Nun erinnert also nichts, rein gar nichts mehr in Berlin auf würdige Weise an diesen Tag des Widerstandes. Nicht einmal zu einem richtigen Denkmal konnten sich die Sozialdemokraten und Kommunisten in der Berliner Landesregierung durchringen. In der Tat erbärmliches Geschichtsbewusststein.
Ab 18. September werden jedoch die Bilder wieder hängen, versicherte zumindest die CDU.
Immerhin.

UPDATE: Auch der geschätzte Kollege Stefan "Ironman" Herre von PI hat sich dem Thema angenommen. Er war sogar etwas schneller als ich. Klarer Beamtenvorteil... :-)



Dienstag, Juni 21, 2005

Naivität pur

Rot-Grün will nun Spitzenverdienern in den Geldbeutel greifen.
Mal wieder.
Wie so oft wird in Robin Hood Manier den Spitzenverdienern Geld geklaut um es an andere zu verteilen.
Über die Thematik der sozialen Gerechtigkeit wurde ja bereits sehr treffliches geschrieben, aber die Naivität die Rot-Grün hier an den Tag legt und die – ebenfalls tausendfach wiederholte – Wählerverdummung ist sagenhaft. Hans Eichel rechnet mit einem Mehr an Steuereinnahmen von circa einer Milliarde. Schöne neue, illusorische Welt. An Steuerausfälle in Milliardenhöhe denkt wieder mal anscheinend niemand mehr in diesem Kabinett. All zu viele Spitzenverdiener jedenfalls werden dem deutschen Fiskus nicht mehr bleiben. Nach vollständiger Offenlegung der Konten zum 1. April 2005 und nun drohendem Diebstahl durch Rot Grün wird es wohl immer mehr Konten in Richtung Schweiz, und besser noch, in Richtung Lichtenstein verschlagen.
Rot Grün träumt also weiter von seinen sozialistischen Illusionen.
Nur gut, dass es sich im September ausgeträumt hat.

UPDATE: Das Gewissen der SPD regt sich wenigstens schon. Und er widerspricht zu Recht!



Montag, Juni 20, 2005

Beckstein & Bosbach auf Abwegen

Wie wir sicherlich alle wissen, steht Deutschland vor einer demographischen Katastrophe. Die Kinderquote in Deutschland ist unterdurchschnittlich niedrig, noch weitaus schlimmer ist die Kinderquote unter den gut ausgebildeten Akademikern.
Eine der möglichen Lösungen ist eine geregelte Zuwanderung. Sicherlich ist die momentane Zuwanderungspolitik sehr fragwürdig, scheint doch Quantität der Qualität übergeordnet. Doch die gestrigen Äußerungen Günther Becksteins und seines Kollegen Wolfgang Bosbachs zur Zuwanderungsdebatte gehen zu weit. Viel zu weit.
Eine geregelte Zuwanderung ist nicht nur im Sinne des demographischen Problems mehr als notwendig, sondern vor allem auch in unserer heutigen, globalen Welt. Ein Propagieren eines Zuwanderungsstopps ist nicht nur polemisch und billig, sondern eben auch sehr kontraproduktiv. Deutschland hat inzwischen in zahlreichen Bereichen den Anschluss an die Weltspitze verpasst, es wäre fatal, auch noch den Vertretern dieser Weltspitze die Einreise nach Deutschland zu verweigern. Ganz zu schweigen von der intellektuellen Pflicht für die Zuwanderung. Wie kann man sich denn im 21. Jahrhundert gegen die fantastische kulturelle und geistliche Erweiterung des eigenen Horizontes aussprechen? Gegen den Austausch mit Kulturen aus aller Welt?
Es scheint, Bosbach und Beckstein sind zumindest mit solchen Äußerungen nicht gerade in einer globalen, liberalen Welt zu Hause.
Einmal mehr zeigten Teile der CDU und der CSU, wie notwendig doch einen liberalen Koalitionspartner an ihrer Seite ist.
Eine geregelte, leistungsorientierte Zuwanderung ist unabdingbar notwendig!



Literaturstöckchen 2

Der Kollege AS brachte gerade ein von ihm zwar bereits angenagtes, dennoch genießbares Stöckchen zu mir.

Welches Buch hat es aus deiner Sicht verdient auswendig gelernt zu werden?

Capitalism & Freedom
Es ist einfach zu gut
!

Leidest du mit den Charakteren im Buch?

Eher nein. Ich mag es vielmehr die Personen zu analysieren.


Was hast du als letztes Buch gekauft?

Um ehrlich zu sein...ein Kochbuch, zwar schenkten mir zwei sehr enge Freunde bereits eins zum Geburtstag aber ich habe entsetzlichen Nachholbedarf!

Das letzte Buch, was du gelesen hast?

Mein Name Sei Gantenbein, habe zwar länger dafür gebraucht, unbedingt aber zu empfehlen, ein hervorragendes Buch

Welches Buch liest du gerade?

Operation Rainbow, Tom Clancy, Fast Food für Zwischendurch


Welches ist Dein liebster Klassiker (vor mindestens 50 Jahren veröffentlicht)?

Der Untertan

Welches Buch hast Du mehr als 2 Mal gelesen?

The Sum Of All Fears, Andorra, Einer hupt immer (Fritz B. Busch), einige Dürrematts


Fünf Bücher, die du auf einer einsamen Insel zurücklassen würdest.

Na ja, was soll ich sagen, der Kollege hat es einfach mal zu treffend formuliert:
Günther Grass: Die Blechtrommel (Definitiv!)
Michael Moore: Alles
Stumpfsinnige Belletristik mit einer Handlung von genau einer Seite und unabänderlichem Happy End
Wie werde ich glücklich auf einer einsamen Insel?
Koran (sämtliche Exemplare)


Welche Kinderbücher magst du noch?

Um ganz ehrlich zu sein – Keine. In meiner Kindheit hatte ich eigentlich immer nur wie besessen Geschichtsbücher gelesen. Vielleicht noch About a Boy, wobei ich nicht genau weiß, ob es wirklich ein Kinderbuch ist. Aber gut war es!


Wenn man Dich 3 Wochen in eine Mönchszelle in Klausur stecken würde, und Du darfst nur 3 Bücher mitnehmen, welche drei Titel würdest Du wählen?

Mein Name sei Gantenbein
Zuverlässiger Ratgeber für garantiert erfolgreiche Ausbrüche aus Mönchszellen
Latein für Anfänger



Ich werfe das jetzt bereits arg angekaute Stökchen an die weiter, die der Kollege vergessen hat.
Mal sehen, was David, Paul und Stefan damit machen werden.

...und Ulrich natürlich!



Samstag, Juni 18, 2005

Literaturstöckchen

Das Literaturstöckchen wurde mir von Apollon zugeworfen, und ich will darauf antworten.

Welches Buch hat es aus deiner Sicht verdient auswendig gelernt zu werden?
  • William Shakespeare: Sonnets (zumindest ein paar davon)


Leidest du mit den Charakteren im Buch?
Da ich zu 90% (oft naturwissenschaftlich-technische) Sachbücher lese, fällt mir das nicht immer leicht. Bei Belletristik: Ja, wenn das Buch gut ist.

Was hast du als letztes Buch gekauft?
  • REA's Problem Solvers: Advanced Calculus


Das letzte Buch, was du gelesen hast?
  • Björn Lomborg: The Skeptical Environmentalist


Welches Buch liest du gerade?
  • Henry Chesbrough: Open Innovation - The New Imperative for Creating and Profiting from Technology


Welches ist Dein liebster Klassiker (vor mindestens 50 Jahren veröffentlicht)?
Da gibt es einige! Zwei besondere Titel:
  • William Shakespeare: Romeo and Juliet

  • Friedrich Nietzsche: Also Sprach Zarathustra


Welches Buch hast Du mehr als 2 Mal gelesen?
  • Jules Verne: Vingt Milles Lieues Sous Les Mers


Fünf Bücher, die du auf einer einsamen Insel zurücklassen würdest.
Ich fasse die Frage so auf, daß Bücher gemeint sind, die ich beim Verlassen der Insel den Würmern und Gezeiten überlasse. Zufällige Auswahl (mir fallen mehr als fünf ein):
  • Günther Grass: Die Blechtrommel

  • Michael Moore: Alles

  • Dieter Bohlens Biographie stellvertretend für vielen weiteren Schund, der mich dazu gebracht, nicht jeden, der "gerne liest" auf Anhieb für halbwegs gebildet zu erachten

  • Gerhart Hauptmann: Bahnwärter Thiel

  • Koran (sämtliche Exemplare)


Wenn man Dich 3 Wochen in eine Mönchszelle in Klausur stecken würde, und Du darfst nur 3 Bücher mitnehmen, welche drei Titel würdest Du wählen?
  • Richard Feynman: The Feynman Lectures on Physics

  • Friedrich Nietzsche: Gesammelte Werke, v.a. den Zarathustra und Menschliches, Allzumenschliches

  • Viktor Frankl: Recollections


Welche Kinderbücher magst du noch?
  • Harper Lee: To Kill A Mockingbird

  • Jules Verne: Vingt Milles Lieues Sous Les Mers


Ich reiche das Stöckchen weiter an Greg, Statler und Joachim.

...und zum Kollegen!



Herr Junckers europäischer Traum

Jean-Claude Juncker ist ein Europhiler und darum in Berlin, Paris und Brüssel gut gelitten.

In den Augen Jean-Claude-Junckers ist die EU offenbar unreformierbar:

Wer die finanziellen Stukturen der Europäischen Union vollständig reformieren wolle, der wolle das Scheitern.


Und daß das Endziel der Europhilen in Paris, Berlin und Brüssel eben kein Europa der offenen Grenzen zwischen den Staaten, sondern ein sozialistischer Superstaat ist, verschweigt Juncker auch nicht:

Die EU-Staaten seien in zwei Lager geteilt. Das eine wolle Europa zur Freihandelszone reduzieren, das andere strebe die politische Integration an.


Wer noch Fragen zur Natur der demokratischen Prozesse auf EU-Ebene hatte, etwa im Zusammenhang mit der Entscheidung über eine Verfassung, erhielt auch zu diesem Thema von Monsieur Juncker einen dezenten Wink mit dem Zaunpfahl:

Mr Juncker claimed that the constitution is still alive, and might indeed still come into force. He also argued that the document was a carefully balanced compromise and could not be amended—despite the negative verdicts of the French and Dutch voters, who he claimed had been confused. But at the same time he announced that there would be a pause in the ratification process, to allow a broader debate among European citizens. It is clear that in Mr Juncker’s mind—and he was supported in his arguments by the presidents of the European Commission and the European Parliament—there can only be one acceptable outcome of this debate: eventual ratification of the constitution.


Unterdessen gibt die EU im laufenden Jahr knapp die Hälfte ihres 100-Milliarden-Budgets für Landwirtschaftssubventionen und ein weiteres Drittel für andere Subventionen strukturschwacher Regionen aus, aber nur ganze 4 Milliarden für Forschung. Selbst die geplante Verdopplung des Forschungsetats erscheint angesichts der Größenordnung der Vergangenheitssubventionierung eher wie ein schlechter Scherz und dürfte den Niedergang europäischer Wissenschaft und Technologie im Wettbewerb mit den USA und Asien bestenfalls verlangsamen.

Man könnte es als glücklichen Zufall bezeichnen, daß Großbritannien mit dem Rabatt ein Faustpfand in der Hand hält, um die Eurokraten bei ihrer Nabelschau zu stören und auf die tatsächlich wichtigen Themen der Zeit hinzuweisen. Zukunftsinvestitionen, nicht Subventionierung der Vergangenheit, werden gebraucht, wenn die Europäer nicht in durchaus langer, aber absehbarer Zeit ärmer sein sollen als Chinesen oder Inder, mit den entsprechenden Folgen. Den beschämenden Reaktionen Junckers, Schröders und Chiracs nach zu urteilen wird die EU die Chance, die Tony Blair ihr eröffnet hat, aber zumindest kurzfristig verspielen.



Donnerstag, Juni 16, 2005

Rule Britannia!

Wer heute zusätzlich zum ConFed Cup und der 1:2 Niederlage Japans gegen Mexico den Parlamentssender Phoenix schaute, konnte eine heiße Diskussion über die momentanen Streitpunkte innerhalb der Europäischen Union verfolgen. Die beiden Hauptkontrahenten Schröder und Merkel, diese übrigens durch massive Störrufe aus den Reihen der Sozial(isten)Demokraten und den inzwischen völlig überflüssigen Grünen erheblich gestört, verteidigten ihre unterschiedlichen Standpunkte in der Frage um die Beitragszahlungen Großbritanniens und den Agrarsubventionen für die französischen Bauern. Das Gerhard Schröder seinen Busenfreunden Jacques le ver Chirac und Vladimir Gewaltenteilung Putin die Treue hält, komme was wolle, überrascht uns eigentlich nicht weiter. Vielleicht sollte es uns auch nicht überraschen, dass er natürlich auch jetzt wieder Chirac das Händchen hält und von Tony Blair und den Briten verlangt, auf die Ermäßigung bei den EU-Beitragszahlungen zu verzichten. Tony Blair allerdings hat sehr wohl Recht damit, sich hier eben nicht zu beugen und mit Frankreich auf Konfrontationskurs zu gehen, würden sich die Beitragszahlungen Großbritanniens doch verfünffachen bei einer Aufgabe des Rabattes.
Und warum all das?
Das Frankreichs Bauern auch weiterhin genug Subventionen erhalten um in ihren 20h Freizeit unschuldige, wohlschmeckende Hamburger oder sogar ganze Filialen von McDonalds zu zerstören? Oder zusammen mit Gewerkschaften sich gegen einen privatisierten Schienenfrachtverkehr auszusprechen und ganze Zugstrecken sabotieren? Oder die Globalisierung für das eigene wirtschaftliche Scheitern verantwortlich zu machen?
Zuerst sollten überflüssige und vor allem auch unfaire Subventionsgelder für die eigenen Kassen eingestampft werden bevor man überhaupt auch nur von anderen verlangt doch bitte mehr Gelder zur Verfügung zu stellen.
Und dies ist keineswegs ausschließlich eine liberale Sichtweise, sondern eigentlich eine ganz pragmatische.



Dienstag, Juni 14, 2005

Flag Day

Auf einem der in der modifizierten Linkleiste hinzugefügten, englischsprachigen Blogs mit dem wohlklingenden Namen Ex Scientia, Veritas, fand ich diese kleine Story, die, wie ich finde, äußerst lesenswert ist, besonders passend zu dem heutigen Flag Day in den Vereinigten Staaten.

Big Deal - So, It's Flag Day

You've probably seen the bumper sticker. It depicts an American flag, accompanied by the words "These colors don't run." I'm always glad to see this, because it reminds me of an incident from my confinement in North Vietnam at the Hao Lo prisoner of war camp, or the "Hanoi Hilton," as it became known.

Then a major in the U.S. Air Force, I had been captured and was imprisoned from 1967 to 1973. Our treatment had frequently been brutal. After three years, however, the beatings and torture became less frequent. During the last year, we were allowed outside most days for a couple of minutes to bathe. We showered by drawing water from a concrete tank with a homemade bucket. One day as we all stood by the tank, stripped of our clothes, a young Navy pilot named Mike Christian found the remnants of a handkerchief in a gutter that ran under the prison wall.

Mike managed to sneak the grimy rag into our cell and began fashioning it into a flag.Over time we all loaned him a little soap, and he spent days cleaning the material. We helped by scrounging and stealing bits and pieces of anything he could use. At night, under his mosquito net, Mike worked on the flag. He made red and blue from ground-up roof tiles and tiny amounts of ink, and painted the colors onto the cloth with watery rice glue. Using thread from his own blanket and a homemade bamboo needle, he sewed on stars.

Early in the morning a few days later, when the guards were not alert, he whispered loudly from the back of our cell, "Hey gang, look here." He proudly held up this tattered piece of cloth, waving it as if in a breeze. If you used your imagination, you could tell it was supposed to be an American flag. When he raised that smudgy fabric, we automatically stood straight and saluted, our chests puffing out, and more than a few eyes had tears.

About once a week the guards would strip us, run us outside and go through our clothing. During one of those shakedowns, they found Mike's flag. We all knew what would happen. That night they came for him. They opened the cell door and pulled Mike out. We could hear the beginning of the torture before they even had him in the torture cell. They beat him most of the night. About daylight they pushed what was left of him back through the cell door. He was badly broken. Even his voice was gone.

Within two weeks, despite the danger, Mike scrounged another piece of cloth and began another flag.

The Stars and Stripes, our national symbol, was worth the sacrifice to him. Now, whenever I see the flag, I think of Mike and the morning he first waved that tattered emblem of a nation. It was then, thousands of miles from home, in a lonely prison cell, that he showed us what it is to be truly free.

Leo K Thorness

Quelle: Ex Scientia, Veritas



GröDaZ in letzter Mission

Der noch amtierende Insolvenzverwalter Deutschlands, Gerhard Schröder, wird am 27. Juni seine wohl letzte Reise seiner viel zu langen Amtszeit antreten. Unglücklicherweise für ihn und seine Wahlkampfstrategen führt diese Reise nach Washington D.C., zum Präsidenten der Vereinigten Staaten, George W. Bush.
Hoffen wir, es wird ihm dort ein Empfang bereit, der seiner würdig ist. Wie ein solcher Empfang aussehen kann und soll, zeigt Ray D. bei David`s Medienkritik. Hoffentlich werden möglichst viele den etwas größeren Schritt über den großen Teich wagen können.
Und falls sich im Handgepäck eines Reisenden noch ein wenig Platz findet, so möge er mir bitte Bescheid sagen!



Montag, Juni 13, 2005

Im Untergang begriffen

Seit Tagen und Wochen zerfleischt sich die SPD selbst. Doch was gestern bei „Sabine Christiansen“ (Ich gestehe, ich konnte nicht verzichten) ablief, war in der Tat ein repräsentatives Armutszeugnis für die SPD. Auf der einen Seite durchaus ehrliche, auch respektierbare Sozialdemokraten, auf der anderen Seite neosozialistische Kräfte wie der Zusammenschluss von PDS und WASG zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschland und – für die SPD noch schlimmer – Personengruppen aus den eigenen Reihen, geführt von Schreiner, Müller & Co. Die SPD steht in diesem heißen Herbst am Scheideweg. Ihr - und vor allem uns - droht ein Linksruck, hinfort von den aufrichtigen Sozialdemokraten in der Basis, im Internet und in der Tagespolitik Richtung nationalen, sozialistischen Anstrich des Malermeisters Müntefering.
Was sich in den letzten Tagen und Wochen noch deutlicher aufzeigte, war wie wichtig diese Wahl werden wird. Wird der Wähler erkennen, dass er entscheiden muss zwischen einer Erneuerung Deutschlands auf der einen und einem noch tieferen Abstieg in den in sich zerfallenden sozial-ökologischen Ideologiesumpf Rot-Grüner Realitätsverweigerung und versagender Politik auf der anderen Seite?
Wir hoffen im Herbst wirklich zum Wohle aller in Deutschland, die Wahl wird zugunsten von Schwarz-Gelb entschieden werden. Auch für die Sozialdemokratie scheint dies der einzige Ausweg zu sein, denn wie wird eine solche Partei wieder regierungsfähig sein mit Parteimitgliedern, die völlig zu Unrecht und anstandslos einen bisher wirklich sehr guten Bundespräsidenten Parteilichkeit vorwerfen, die sich ihren eigenen Parteimitgliedern eben nicht in einem respektvollen Diskurs entgegenstellen sondern opportunistisch zu ihrem eigenen Wohle dem Volk Lügen aufzubinden versucht und einem Koalitionspartner, der völlig ohne eine Bindung zur Realität und globalen Gegebenheiten seine eigene, wirre Ideologie durchsetzen möchte.
Nicht nur die Rot-Grüne Politik ist am Ende, eben auch die furchtbare Ideologie dieses Zeitgeistbündnisses. Diesem muss sich das Volk bewusst sein respektive bewusst werden.
Es ist wahrlich Deutschlands letzte Chance.



Grünes Parteimitglied zugelaufen - Besitzer bitte melden!

Gerade ist mir ein Parteimitglied der Grünen im Telekomkostüm zugelaufen.
Er befindet sich nun im Keller. Und im Wohnzimmer.
Allerdings in einem Stück und lebendig, also keine Sorge.
Vorerst, denn ich hoffe er bekommt meine Telefonanlage wieder hin,
sonst ...



Samstag, Juni 11, 2005

Warum der Schuldenerlaß eine schlechte Idee ist

Die führenden Wirtschaftsnationen der Erde haben einen Schuldenerlaß für mehrere Dutzend Drittweltstaaten beschlossen. Damit erfüllen sie den Wunschen einer Reihe von Aktivistengruppen, Filmschauspielern und anderer Teilnehmer am öffentlichen Diskurs. Kaum jemand kritisiert die Entscheidung, es sei denn aufgrund der angespannten finanziellen Lage der schenkenden Staaten selbst.

Aber gerade für die Bevölkerung der beschenkten Entwicklungsländer der Erde kann dieser Schritt unbeabsichtigte, aber fatale Auswirkungen haben.


Auf Samizdata schreibt Perry de Havilland aus London:

The decision to write off billions of dollars in debt for various Third World nations is in effect a subsidy for bad governance. Oh sure, the debt relief is tied to various conditions aimed at improving the kleptocratic ways that are the norm in the world's various hellholes, but it is still just a way of saying that in the final analysis it is western taxpayers yet again who will be the ones picking up bill for the actions of various corrupt WaBenz bureaucrats.

And what of those poor nations who actually do repay their loans?
What of those who keep corruption under control and who have a ruling class that does not see private businesses as a personal piggy bank to be raided as needed? What message is sent to them when they see the incompetent and corrupt rewarded with free money so that some celebrity activists can make economic illiterates feel good about themselves?


Und weiter:

If governance is perhaps the single biggest factor (amongst several) that makes the Third World so damn poor, surely the Western taxpayers whose money Geldof is to keen to give away should indeed be asking if they really want their money to end up in someone else's Swiss bank accounts via Kinshasa or Freetown.

Sadly for Africa, most of the things written about the causes and solutions of poverty in the Third World, or at least the articles that get serious column inches, are drivel by 'celebrity activists' who are ill-informed and arrogant in equal measure. A prime example being the mind numbingly ignorant Chris Martin for example, who thinks 'shareholders', the people who provide the capital to wealth creating businesses, which are the "great evil of this modern world" rather than, say, the governments of North Korea, Cuba and Burma.


Den Länder der Dritten Welt, insbesondere Afrikas südlich der Sahara, fehlt vor allem eines, um sich aus der Armut zu befreien: Good Governance. Im einzelnen heißt das unter anderem

  • Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit

  • Schutz privater Eigentumsrechte

  • insbesondere auch Schutz geistigen Eigentums

  • Bürgerrechte

  • Gewaltenteilung und eine durch das Volk legitimierte Regierung

  • freie, stabile Märkte

  • freien Zugang zum Welthandel, ohne Behinderung durch ihre eigenen Regierungen oder die ihrer Handelspartner

  • eine effiziente und integre öffentliche Verwaltung - Freiheit von Korruption

  • ...


So lange der Westen sein politisches und ökonomisches Gewicht aber zugunsten derer in die Waagschale wirft, die jede einzelne der existentiellen obigen Rahmenbedingungen zwecks eigener Bereicherung mit Füßen treten, und so lange Viele hier im Westen sich und der Welt einreden, außer einigen bösen Konzernen mache niemand hier etwas falsch, sieht Afrikas Zukunft düster aus.



Freitag, Juni 10, 2005

Clash of Civilisations

Es ist doch immer wieder zum Schmunzeln, wie verschieden die Kulturen doch sind. Allerdings nicht nur eben die offensichtlich unterschiedlichen Kulturkreise, auch in unserer westlichen Welt gibt es anscheinend tiefe Gräben.
Nach langem, intensivem Zureden ließ ich mich überreden mir den Film Team America anzuschauen. Eins vorweg, diesen Film solle man gesehen haben, nein, eigentlich muss man ihn gesehen haben. Auch ich hatte erhebliche – und das ist eher noch untertrieben – Vorbehalte gegen solch ein Kasperletheater. Doch diese Vorbehalte verflogen schnell. Zwischen den Szenen mit triefender Ironie, unglaublich witzigen aber auch ernsten, sehr, sehr guten Songtexten und einfach nur äußerst gelungenen zynischen Gags, beispielsweise den Freitod wählenden Selbstmordattentäter Michael Moore, ließ sich die Kernaussage des Filmes doch recht klar herleiten. Der Film hat deutlich mehr zu bieten als nur tanzende Puppen und explodierende französische Statussymbole. Nein, nicht Charles de Gaulle, jedoch werden Louvre und Eiffelturm erheblich beschädigt. Team America hat den durchaus ernsten Hintergrund der momentanen weltpolitischen Situation und bezieht hier klar Stellung, sehr zu unserem Gefallen.
Wir wollen jedoch über den Film nicht allzu viel verraten.
Interessant ist allerdings, wie sehr sich die Kritiken in Deutschland einerseits, (von Frankreich wohl ganz zu schweigen) und in den Vereinigten Staaten andererseits unterscheiden. Während in Deutschland der Film als satirische Betrachtung der weltpolitschen Lage sowie als Kritik an der Politik bzw. dem Handeln der Vereinigten Staaten angesehen wird und es als völlig undenkbar gilt, dass die – zugegeben, gelegentlich natürlich etwas überspitzten – Darstellungen und vor allem die Kernaussage sehr ernst und aufrichtig gemeint ist, hat man in den Vereinigten Staaten es als selbstverständlich akzeptiert, dass der Film klare Position für die Vereinigten Staaten und für deren Politik bezieht.
Inzwischen scheint die öffentliche Meinung in Deutschland soweit zu sein, dass man mit einem Pro-USA T-Shirt eben nicht als Pro USA bzw. auch Anti-Anti-USA angesehen wird sondern eben nur als einen sehr zynischen Gegner der USA. Die anti-amerikanischen Ressentiments in Deutschland scheinen soweit zu sein, dass es in der öffentlichen Meinung eben als unvorstellbar gilt für spezielle Werte und gegebenenfalls auch für George W. Bush zu sein. Das gleiche Schicksal ereilte auch Team America, der eben in anderen Ländern als einen die USA unterstützenden Film angesehen wird, was er eben auch ist, aber in Deutschland als einen die USA kritisierenden Film eingestuft wird, was er ganz, ganz sicher nicht ist.
Letzte Zweifel werden durch ein Anschauen des Filmes einerseits, und der Ansichten der Macher andererseits vollends ausgeräumt.


We wanted the movie to be about America. We wanted it to be about America and America's place in the world and all of the emotions we go through as Americans. So when we were doing another draft on the script, the Iraq war was just starting to escalate. And it was just this insane period that we can all remember where for about two months, you would turn on a news channel, like CNN, to find out what is going on and you'd get, "Things are heating up in Iraq, and here for commentary... is Sean Penn." You'd get to Sean Penn telling you what was going on in Iraq. And you're just like, "WHAT?" We had the same reaction that a lot of people did, that it was ridiculous. It was funny to us, so we were like, "Let's put that in the movie.


Alec Baldwin seems the most vocal of the activist fu***ing liberal Hollywood crowd.


Gore is just the biggest dork in the world. It seemed like the more people saw of him, the more he was in the public eye, the more they were like, "Ugh."



Einfach die Scheu vor einem Puppenfilm ablegen und anschauen.
Es lohnt sich! Versprochen!
Viel Spaß beim DVD-Abend mit Team America!



Mittwoch, Juni 08, 2005

Service pur

--- Ursprüngliche Nachricht ---
Von: service@it-shop.t-systems.de
An: ch.arm_brushfires@gmx.net
Betreff: Ihre Bestellung 1989XX bei T-Systems IT-Shop Business von product + concept
Datum: Wed, 8 Jun 2005 07:31:14 +0200


Sehr geehrter Herr XXX,

wir haben ihre Bestellung erfolgreich erfasst und das Produkt heute an Sie versendet!
Ihre Stornierung haben wir entgegengenommen.




Ich darf nun also raten, ob dieses Produkt mich je erreichen wird, oder ob die Stornierung erfolgreich war. In zwei Tagen weiß ich immerhin mehr, sehr freundlich von T-Systems.



Dienstag, Juni 07, 2005

Schuldenerlass?

Gerade muss ich auf jedem der sowieso schon erbärmlichen deutschen Nachrichtensendern die Pressekonferenz des Live 8 Konzertes in Berlin anschauen. Zu dem Konzert an sich wurden bereits gute Posts bei den geschätzten Kollegen, z.B. Statler & Waldorf, verfasst, aber die Pressekonferenz und vor allem die Stottermaschine Privitera mit seinem mitleidigen Gesichtsausdruck treiben einen zur Weisglut.
Die Live 8 Veranstalter fordern also einen vollständigen Schuldenerlass für alle afrikanischen Staaten. Das würde natürlich momentan besonders die Staaten freuen, die fleißig Waffenlieferungen von „lupenreinen Demokraten“ beziehen. Entwicklungshilfe sit sicherlich notwendig und unterstützenswert, allerdings ausschließlich dort, wo sie an bestimmte Bedingungen geknüpft ist. Das Prinzip von Good Governance ist dringend angebracht, genauso wie wirtschaftlich sinnvolle Entwicklungshilfe, dem Schaffen eines freien Marktes im Agrarsektor. Hier ist dringender Handlungsbedarf der Europäische Union, aber auch der Vereinigten Staaten, erforderlich.
Falsch ist es jedoch, die Entwicklungshilfe unkontrolliert zu verteilen und die afrikanischen Staaten somit ewig von den Geldern dieser Entwicklungshilfe abhängig zu machen. Zu einer falschen Entwicklungshilfe zählt auch die ständige Überbewertung Afrikas. Sicherlich gab es abscheuliche Verbrechen in Afrika zu den Zeiten der Kolonisierung. Gleichzeitig allerdings wurde in weiten Teilen Afrikas eine sehr vorteilhafte Infrastruktur geschaffen. Viele Staaten Afrikas allerdings sind mehr beschäftigt mit innerstaatlichen Kriegen und anderweitigen Konflikten, statt den Wettbewerbsvorteil anderen Staaten gegenüber zu nutzen.
Wie es geht, zeigen zahlreiche ostasiatische Staaten. Südkorea war vor 25 Jahren ebenfalls noch bestenfalls ein Schwellenland, heutzutage werden dort Bahnbrechende Fortschritte in der Biotechnologie getätigt und technisch auf hohem Stand befindliche Automobile gefertigt. In Indien kämpfte man noch vor dreißig Jahren um das tägliche Überleben, heute jedoch um einen Parkplatz für das eigene Fahrzeug vor seiner Arbeitsstelle.
Die Schlüsse, die sich daraus ziehen lassen, sind uns wohl bekannt.
Weder Schuldenerlass noch ständige, ungebundene Geldzufuhr allein stellen eine effiziente Entwicklungshilfe da, sondern Freihandel, Marktwirtschaft und Demokratie. Diese Eckpfeiler eines jeden erfolgreichen Staates müssen zuerst gewährleistet sein, dann ist es überhaupt erst möglich eine Forderung nach Schuldenerlass für einzelne Staaten zu stellen. Eine generelle Forderung nach Schuldenerlass, wie es die Organisatoren des Live 8 Konzertes forderten, ohne das Fundament aus Demokratie sowie Marktwirtschaft, lehnen wir strickt ab.
Erst nach respektive auf dem Fundament kann ein prachtvolles Haus entstehen, ohne dieses Fundament ist die Gefahr eines Zusammenbruches zu stark.


UPDATE:

Gerade eben erreichen uns auch Neuigkeiten zu dieser Thematik aus den
Vereinigten Staaten.



Montag, Juni 06, 2005

Starke Leistung der ARD

So kann man natürlich auch das Zuschauerheer indirekt beeinflussen. Die ARD geht nach dem Schleichwerbungskandal also sozusagen in die Offensive.



Baby come back!

Nicht nur ein guter Song von The Equals, sondern auch ein trefflicher Titel der heutigen Sendung von „Politiker im Rhetorik-Boxkampf“ aka Sabine Christiansen. Ja, ich gestehe, ich habe mal wieder die ARD eingeschaltet, Sonntag Abends um 21.45 Uhr. Aber es lohnte sich. Zum einem auf Grund des werten SED-Betonkopf und irgendwie heute hyperaktiven (Herzrhythmusstörungen?) PDS-Spitzenkandidaten Gregor Gysi und vor allem wegen dem ehemaligen Fraktionsvorsitzenden der CDU und momentanen Heuschreckenberater, Friedrich Merz.
Zu schade, dass er nicht in Angela Merkels Schattenkabinett den Posten des Finanzministers einnimmt, denn mit ihm wäre die Flat Tax möglicherweise in der ersten Schwarz-Gelben Legislaturperiode durchführbar, zumindest aber eine radikale Reform des Steuersystems zugunsten eines Stufenmodells.
Friedrich Merz ist in der Tat ein charakterstarker, kompetenter Politiker, wie man ihn nur noch selten findet in den Reihen der Konservativen. Ihn hätten wir eigentlich gerne wieder zurück in der Führungsriege der Christdemokraten, die sich nach neusten Umfragen sogar eine absolute Mehrheit erhoffen können.
Keine gute Option für Deutschland, denn eine absolute Mehrheit der CDU/CSU würde zwar sicherlich Reförmchen auf den Weg bringen, jedoch nicht genug und auch nicht gut genug. Die Konservativen brauchen einen Reformmotor innerhalb ihrer eigenen Reihen mit Namen Angela Merkel und Friedrich Merz, aber insbesondere auch außerhalb ihres eigenen Personenpotenzials.
Und dafür braucht die CDU/CSU einen starken liberalen Koalitionspartner um den Weg für tiefgreifende, gesellschafts- und marktliberale Reformschritte zu ebnen!



Samstag, Juni 04, 2005

Lesetipp

Wärmstens zu empfehlen ist dieser noch recht junge, englischsprachige Blog namens Students supporting a secure Israel der sich dem Thema Middle East und Israel im Allgemeinen zugewendet hat. Sehr empfehlenswert und ab sofort auch in unserer (überarbeiteten) Linkleiste zu finden.



Freitag, Juni 03, 2005

Eröffnet!

Mit dem erfreulichen Sieg der Bayern gegen Deutschland und dem gestrigen Derby gegen die Löwen ist dieses tolle Stadion nun endgültig eröffnet!
Genauso schön wie das Stadion ist auch die Finanzierung, denn hier wurden ausnahmsweise keine Steuergelder ungefragter Bürger verschwendet sondern die beiden Vereine 1860 und der FCB teilen sich die Kosten.
So soll es sein und hoffen wir auf schöne Fußballspiele in der neuen
Allianz Arena!
Bayern ist doch ein feines Land!



Donnerstag, Juni 02, 2005

Heute schon für Schleichwerbung GEZahlt?

Immer wieder interessant was mit unseren Gebühren getrieben wird. Nicht nur dieses unglaublich überflüssige und abscheuliche Ehepaar aus den etwa tausend Volksmusiksendungen die uns pro Woche plagen - und auch noch tausendfach wiederholt werden auf den tausend anderen so genannten Dritten - oder die "Bitte-wählt-die-Partei-des-kleinen-Mannes-wählt-SPD Lindenstraße werden damit finanziert sondern auch indirekt der Beitritt der Türkei zur Europäischen Union. Solche und andere Dinge konnte man über Jahre hinweg als Schleichwerbung in eine der überflüssigsten Sendungen der ARD platzieren. Natürlich strengstens illegal, aber anscheinend dachte man sich bei der ARD jahrelang who cares?
Nun, mich interessiert dass eigentlich schon, denn mein Interesse ein Fernsehprogramm, das mich nicht im Geringsten anspricht mitzufinanzieren doch eher gegen Null tendiert.
Deshalb Schluss mit dem abGEZockt werden und Harald Schmidt bitte wieder ins Privatfernsehen!



Licht und Schatten

Unter dem lauten Getöse eines wirklich guten Songs von Oasis namens „Fucking In The Bushes“ entdecke ich bei Spiegel Online Licht und Schatten. Nein, der Spiegel macht sich nicht wieder als Fortsetzung so mancher Hetzkampagnen einen Namen, sondern ein Interview mit dem zukünftigen Bundesminister des Inneren stimmt mich skeptisch. Einerseits mag ich die Person Beckstein, ein Mann mit Prinzipien, der sagt was er denkt und der auch zu dem steht was er sagt. Zudem erachte ich manche Vorstöße von ihm in Sachen Terrorismusbekämpfung als durchaus sinnvoll, aber seine Ansichten zur DNA-Analyse und auch sein Konfrontationskurs mit dem künftigen Koalitionspartner FDP geben zu Denken.
Auch unter einer - hoffentlich - baldigen schwarz-gelben Regierung müssen die Bürgerechte gewahrt werden. Trotz der momentan erforderlichen Einschnitte in die elementaren Freiheitsrechte der Bürger auf Grund der Terrorismusbekämpfung dürfen wir nicht Freibriefe für Eingriffe in die Privatsphäre der Bürger ausstellen. Der Lauschangriff ist in seiner geplanten Form völlig ungerechtfertigt, von der Ausspähung privater Konten und der damit verbundenen Abschaffung des Bankgeheimnisses einmal ganz abgesehen.
Wir sollten unsere bürgerlichen Freiheiten nicht aus den Augen verlieren wenn wir uns auf die Terrorismusbekämpfung fokussieren.



Mittwoch, Juni 01, 2005

Glückwunsch!

Solche Dinge liest man doch gerne!