Donnerstag, Mai 12, 2005

"Eine gute Karikatur"



Die IG Metall, die offenbar Julius Streicher als Karikaturisten für ihr Mitgliedermagazin hat gewinnen können (siehe dazu Medienkritik, Liberalismus.at), ist ganz empört darüber, daß FDP-Chef Guido Westerwelle ihre "gute Karikatur" kritisiert:

IG Metall: Ausfälle Westerwelles gegen Mitgliederzeitung „metall“ sind grotesk und lächerlich

Frankfurt/Main - Die IG Metall hat FDP-Chef Guido Westerwelle vorgeworfen, mit seinen Ausfällen gegenüber dem Titelbild des Gewerkschaftsmagazins „metall“ von unangenehmen Sachverhalten im Rahmen der aktuellen Kapitalismusdebatte ablenken zu wollen. „Seine Kritik ist grotesk und lächerlich“, sagte IG Metall-Sprecher Georgios Arwanitidis am Freitag in Frankfurt.

Die Karikatur auf der Titelseite von „metall“ spitze das Problem einer bestimmten Anlagestrategie insbesondere amerikanischer Unternehmen metaphorisch zu und erfülle damit alle Kriterien einer guten Karikatur. „Die in der Titelgeschichte von „metall“ erwähnten Unternehmen kommen nun einmal hauptsächlich aus den USA“, sagte Arwanitidis. Schon deshalb sei der Vorwurf der „Ausländerfeindlichkeit von Links“ absurd. [sic!]


(Quelle: IG Metall Pressedienst)

Die Unternehmen, gegen die die IG Metall hetzt, sind nun einmal amerikanisch. Das soll laut IGM auch noch beweisen, daß die Kampagne nicht ausländerfeindlich sei. Beweist es nicht eher das Gegenteil?

Mich wundert, daß bisher die Staatsanwaltschaft nicht mit Bezug auf §130 StGB aktiv geworden ist:

§ 130 Volksverhetzung

(...)

(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

1. Schriften (§ 11 Abs. 3), die zum Haß gegen Teile der Bevölkerung oder gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppe aufstacheln, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordern oder die Menschenwürde anderer dadurch angreifen, daß Teile der Bevölkerung oder eine vorbezeichnete Gruppe beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden,

a) verbreitet,

b) öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht,

c) einer Person unter achtzehn Jahren anbietet, überläßt oder zugänglich macht oder

d) herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, ankündigt, anpreist, einzuführen oder auszuführen unternimmt, um sie oder aus ihnen gewonnene Stücke im Sinne der Buchstaben a bis c zu verwenden oder einem anderen eine solche Verwendung zu ermöglichen

(...)


Vielleicht sollten wir ja Anzeige erstatten.



UPDATE: Davids Medienkritik hat das Thema aufgegriffen. Insbesondere ruft Ray dazu auf, den Metallern per E-Mail die Meinung zu sagen. Dem schließen wir uns an: Und wenn es nur ein paar Zeilen sein mögen, es ist wichtig, daß solche Demagogen Gegenwind spüren!

Darum bitten wir Sie, sich ein bißchen Zeit zu nehmen und eine E-Mail an die Redaktion der Mitgliederzeitschrift (metall-redaktion@igmetall.de), mit Kopie an die Pressestelle (pressestelle@igmetall.de), zu schreiben. Tun Sie etwas gegen die grassierende antikapitalistische und fremdenfeindliche Hysterie im Land - schreiben Sie den Metallern eine E-Mail und posten Sie sie als Kommentar hier oder auf Medienkritik!

Ich setze das Datum dieses Posts übrigens neu, damit er ganz oben erscheint.



16 Comments:

  • Der IG Metall "Volksverhetzung" vorwerfen zu wollen, ist mehr als überzogen. Jedes zweite Fussballlied würde demnach diesen Straftatbestand erfüllen.
    Man sollte nicht so inflationär mit dem Begriff umgehen, da man sonst tatsächliche Volksverhetzung von dieser vermeindlichen nicht unterscheiden kann.
    Noch sind Anti-Amerikanismus und Volksverhetzung eindeutig zwei unterschiedliche Paar Schuhe.

    Wäre "Polemik" ein Verbrechen, würde dieser Blogeintrag ein solches sein. Wäre "Populismus" ein anderes Verbrechen, hätte die IG Metall es begangen.

    By Anonymous Anonym, at 3:33 nachm.  

  • Ist doch ganz klar, hier regen sich ein paar Schwachköpfe auf. Ich erinnere nur an "größter Depp aller Zeiten" und ähnliche Einträge hier. Würde man das genauso bewerten wie dieses Bild, hätte man die Betreiber einbuchten und diesen Scheisshaufen schliessen müssen!

    By Anonymous Anonym, at 3:49 nachm.  

  • Gut, die Suppe habe ich mir selbst eingebrockt. Darum nun, was eigentlich schon in den Post hineingehört hätte:

    ---
    KLARSTELLUNG
    Der Autor ist ein Freund der freien Rede und befürwortet die Streichung von $130 StGB. Meinungen sind generell kein Verbrechen, und wenn den Meinungen Straftaten folgen, sind diese strafrechtlich zu belangen - nicht die Meinungsäußerung selbst.
    ---

    Daß ausgerechnet die IG Metall, die sonst sehr eifrig für Solidarität gegen Rechts mobilisiert, solche Dinger veröffentlicht und resolut gegen Kritik verteidigt, zeugt vn Doppelmoral.

    Doppelmoral ist auch im Spiel, wenn ein solches Cover als erlaubter Meinungsbeitrag durchgeht, aber dasselbe Motiv, von der NPD kommend und mit dem Text "Jüdische Firmen in Deutschland: Die Aussager" statt "US-Firmen in Deutschland: Die Aussauger" über KKR & Co. hergezogen wäre, wohl etwas mehr polizeiliche Aufmerksamkeit erhalten würde.

    Übrigens: Wie unterscheidet man eigentlich tatsächliche von vermeintlicher Volksverhetzung - wenn nicht nach persönlicher Präferenz und Ideologie? Genau da liegt der Hase im Pfeffer, was diesen unseligen Paragraphen anbelangt.

    By Blogger AS, at 3:55 nachm.  

  • wie wärs wenn sich alle die kommentieren einen Namen geben? Oder geht Ihr davon aus, dass Eure Postings keines Kommentares bedürfen?? Was unseren Fußballfreund angeht stimmt das wohl. Denn was wäre falsch daran jeden Idioten einzubuchten, der im Stadion rassistische Lieder singt?

    mca

    By Anonymous Anonym, at 6:14 nachm.  

  • Mein E-mail an diese Verbrecher:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich störe Sie nur ungern auf Ihrem Marsch in die vollkommene Bedeutungslosigkeit, auch wenn es mir um die Menschen, deren Zukunft Sie ruinieren, durchaus Leid tut. Doch die aktuelle Ausgabe von Metall mit ihrem ausländerfeindlichen und hetzerischen Leitartikel ist schlicht und ergreifend bodenlos. Wenn Sie so etwas wie einen Verstand hätten, würden Sie Sich wohl schämen - aber nein, Sie halten dies für eine "gelungene Karikatur" und sehen dies als "nicht ausländerfeindlich" an.

    Für ähnliche Werke wurde Julius Streicher in den Nürnberger Prozessen zum Tode verurteilt. Zwar fehlt in Ihren Werken noch der Davidstern und der explizite Verweis auf das Internationale Finanzjudentum, aber Sie sind auf dem besten Wege.

    In diesem Sinne verbleibe ich

    Hochachtungslos,

    Thomas P. Reitz

    By Anonymous Thomas, at 9:52 vorm.  

  • Und was erwartest Du jetzt, thomas? Einen Keks oder einen Tritt in den Hintern?

    By Anonymous Anonym, at 10:19 vorm.  

  • Komisch, dass die dämlichsten Beiträge hier immer von „anonym“, „anonym“ und „anonym“ kommen. Aber da kann man wenigstens effizient antworten: Hallo ihr „anonym“-Penner, extra für euch hier meine Anleitung „Wie poste ich vernünftige Beiträge auf dieser Seite“:

    1.) Vernünftigen Beitrag überlegen (möglichst mit inhaltlicher Aussage und Bezug zum Thema)
    2.) Beitrag mit Namen kennzeichnen (tut mir leid, der Name „anonym“ ist schon vergeben)

    Grüße,
    mca

    By Anonymous Anonym, at 11:18 vorm.  

  • asdf

    By Anonymous wurbelmits, at 11:30 vorm.  

  • Ahh, seht Ihr? So geht das...

    By Anonymous mca, at 11:34 vorm.  

  • Falsch, die dämlichsten Beiträge hier haben eine Kommentarfunktion...

    By Anonymous Anonym, at 11:40 vorm.  

  • Jetzt noch an Name *und* sinnvollen Inhalt gleichzeitig denken, und dann haben wir's geschafft. Das wäre dann der erziehreische Beitrag, den Brushfires für Pisadeutschland leistet.


    Hier Auszüge aus meiner gestrigen Mail an die Metaller:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    als junger Deutscher bin ich erschüttert und zutiefst verärgert über Ihre Darstellung amerikanischer Investoren als blutsaugende Mosquitos.

    Viel wird in diesen Tagen anläßlich des Jahrestags der deutschen Kapitulation davon geredet, daß 60 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, den die meiste heute Lebenden wenn überhaupt, dann als Kinder erlebt haben, die Deutschen keine persönliche Schuld mehr für das Geschehene tragen könnten oder gar müßten und der deutsche Sonderweg nunmehr ende. Das ist nicht falsch, aber unvollständig. Mögen die heute Lebenden auch keine direkte Verantwortung mehr für das vor Jahrzehnten geschehene tragen, so tragen sie doch die volle Verantwortung für ihr heutiges Handeln. In diesem Sinne bestürzt es mich, daß ausgerechnet in Deutschland in Zeiten des unruhigen Wandels und der wirtschaftlichen Krise alte Feindbilder neu belebt und in einer Form dargestellt werden, wie sie Julius Streicher und Joseph Goebbels begeistern würde. Übrigens ist auch die Art des Feindbildes - "die Plutokraten der Wall Street" - erstaunlich konstant geblieben seit den Tagen der national-sozialistischen Diktatur.

    Sie machen es mir als Deutschem damit unmöglich, auf die Frage eines ausländischen Freundes, ob die Deutschen denn die Wahnideen des National-Sozialismus überwunden hätten und heute ein weltoffenes Volk seien, mit einem selbstbewußten "Ja" zu antworten. Betretenes Schweigen, wenn die Frage beiläufig war - oder ein warnendes "Leider nicht. Die alten Geister sind noch sehr lebendig", wenn die wahrheitsgemäße Beantwortung der Frage für diesen Freund entscheidungsrelevant ist, sind die einzigen möglichen Antworten, wenn ich am nächsten Morgen noch in den Spiegel sehen können möchte.

    Wie sich ein Mitarbeiter einer dieser Private-Equity-Firmen, dessen Vorfahren womöglich auch noch selbst unter den Opfern der Nazis waren, beim Anblick Ihrer Mitgliederzeitschrift wohl fühlt, können Sie sich selbst ausmalen.

    Wenn Sie der internationalen Presseberichterstattung über die deutsche Anti-Kapitalismus-Debatte gefolgt sind, wissen Sie sicher, zu welch zweifelhaftem Ruhm Ihnen diese Publikation verholfen hat. Gleichzeitig ist klar, daß den Entscheidern überall auf der Welt ein äußerst negatives, beunruhigendes und - noch schlimmer - dabei nicht unzutreffendes Bild Deutschlands und der deutschen Mentalität in diesen Tagen vermittelt wird.

    Sie richten damit einen nicht abschätzbaren, aber in jedem Fall immensen Schaden für den Ruf des Wirtschaftsstandorts Deutschland, aber auch des deutschen Volkes als vernünftigem Mitglied der Völkergemeinschaft an.

    Ich will gar nicht erst ausführlich auf den ökonomischen Aspekt zu sprechen kommen - in dieser Hinsicht ist die Maiausgabe von metall ebenso dumm wie dreist und trägt dazu bei, die Grundlagen des Wohlstands dieses Landes gravierend zu schädigen. So gravierend, daß vielen jungen Menschen wie mir selbst nur die Wahl zwischen Hoffnungs-und Perspektivlosigkeit und Auswanderung bleibt. Aber auch hier zeugt Ihr Handeln von großer Verantwortungslosigkeit, die sich, wenn nicht durch Bösartigkeit, dann durch ideologische Verblendung erklärt.

    Daß Sie sich erdreisten, Herrn Dr. Westerwelle für seine Kritik am ausländerfeindlichen Unterton Ihrer Darstellungen zurechtzuweisen und die Darstellung ausländischer Geschäftsleute als Ungeziefer im gleichen Zug als "gute Karikatur" loben, verschlimmert das Ganze weiter - und bestätigt auf ironische seine allgemeinere Kritik an Ihrer Gewerkschaft. Würden Sie dasselbe sagen, wenn die NPD ausländische Geschäftsleute als Insekten und Schmarotzer an Deutschland karikiert hätte?

    In meinen Augen haben Sie den letzten Deut an Glaubwürdigkeit und Respektwürdigkeit ein für alle Mal verloren. Sie haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten mit Ihrer Blockadehaltung gegen marktwirtschaftliche Reformen die Anpassung Deutschlands an eine dynamischer werdende Welt blockiert und so immensen wirtschaftlichen Schaden angerichtet; aber Ihre diesbezügliche Haltung war in dubio pro reo als aufrichtiger Irrtum interpretierbar. Dem stand ein Engagement für Völkerverständigung und Toleranz gegenüber.

    In diesen Tagen der hysterischen Suche nach Sündenböcken haben Sie den Respekt, der Ihnen für letzteres gebührte, verspielt. Aus spießig-kleinlicher nationaler Interessenpolitik heraus haben Sie sich entschieden, unter Inkaufnahme der Schürung genereller fremdenfeindlicher Ressentiments den Haß großer Teile der Bevölkerung auf amerikanische und, im Zusmamenhang mit der europäischen Integration, auf osteuropäische Menschen zu instrumentalisieren und zu nähren. Dafür verdienen Sie nichts anderes als kalte Verachtung.

    (...)

    By Blogger AS, at 11:42 vorm.  

  • Mein e-mail an die IG Metall:

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Sollte einmal auf der Titelseite einer in Deutschland herausgegebenen Zeitschrift eine Karikatur mit einem blutsaugenden Insekt in den Farben der IG-Metall erscheinen, möchte ich mal das Geschrei aus Ihrem Haus hören. Ich finde es empörend, wie Sie unter dem Mantel der Karikatur ungeniert gegen ausländische Investoren agitieren. Immerhin erlaubt unser derzeitiges Wirtschaftssystem den freien Fluss des Kapitals. Seien Sie froh daüber, denn ohne gäbe es in unserem Land vermutlich keine Unternehmen mehr. Und auch keine Gewerkschaften. Auch wenn's schwerfällt, denken Sie mal über die Rolle von Gewerkschaften in der ehemaligen DDR und anderen totalitären Ländern nach.

    Letztlich ist es aber egal - die derzeitige Mitgliederentwicklung in der IG Metall läßt den Schluss zu, daß Sie wahrscheinlich in einigen Jahren in die Bedeutungslosigkeit, die Sie jetzt schon einmal proben, endgültig abgeglitten sind. Guten Rutsch!

    Andreas Kehl

    By Anonymous Anonym, at 12:17 nachm.  

  • „...unter Inkaufnahme der Schürung...“

    Oh Mann, Deine Mail finde ich ja inhaltlich gut, aber in welcher Amtsstube arbeitest Du eigentlich? Fieses Bürokraten-Deutsch!

    By Anonymous Gerg, at 4:43 nachm.  

  • Gerg: Autsch. Amtsstube? Das ist verdammt tief unter der Gürtellinie ;)

    Ich kann Dich beruhigen: Weder jetzt noch in meinen früheren Leben war ich je Beamter (*).


    --
    (*) An alle unsere verbeamteten Leser: Bitte *lächeln* und nicht gleich fluchen, ja?

    By Blogger AS, at 6:23 nachm.  

  • @Andreas Kehl:
    Sehr schön, würde mich mal interessieren, ob der ein oder andere Metaller, der das liest nicht auch so schmunzeln muss wie ich!!

    Grüße,

    and so

    By Anonymous Anonym, at 9:11 vorm.  

  • Hi,
    ich hatte wohl von Westerwelles Vorwüürfen gehört, aber nichts von den widerlichen Karrikaturen gesehen. Ich halte sie für nazistisch vom Bild mit Insekten die aussaugen her - ganz unabhängig von der Frage, ob US-Firmen im einzelnen Fall eine zerstörerische Investitionspolitk betreiben oder nicht -, obwohl ich sowohl Beamter, Handwerker, Fabrikarbeiter, wie auch klassenkämpferisches Gewerkschaftsmitglied war und mir die Gewerkschaftsbosse mir immer zu lahm bis verräterisch waren.

    Damals -1972 bis 1990 - waren diese antikommunistisch und meist sozialdemokratisch und freuten sich zusammen mit Schmidt und Brandt unter dem Schutz des amerikanisch-britischen Atom-Schirmes sowohl Ost-(Markt-)Politik betreiben, wie den Weltmarkt erobern zu können. Natürlich bekäpften wir die deutsche und US-Beteiligung am Vietnamkrieg, wie die Folgen der vor seinem Ende anrollenden Rationalisierungs-, Konzentrations- und Exportwelle des deutschen Großkapitals. Der v ö l k i s c h e Antikapitalismus, den die meisten Deutschen vor allem von Links, aber auch "christlich" betreiben, wie z.Zt. in besonders krasser Weise ATTAC, O.Lafontaine, die Islamisten und die IGMetall, fiel uns damals nicht so sehr auf. Wahrscheinlich, da er in der Empörung über Vietnam, später über die Nicaragua-Contra-Unterstützung und in der Atomraketen-Angst ge- und verborgen war und da wir, die meisten Sozialisten, sich auf das deutsche Kapital konzentrierten.

    - Entwickelten sich in der Antiatomraketen-, Öko- und New Age-Bewegung schon massiv reaktionäre bis faschistoide Tendenzen vor allem in Form von Natur-/Öko-Mystizismus, Gattungs-"Friedens"-und Stammesbewußtsein, die dem parallel laufenden Gewerkschafts- und SPD-Nationalismus aus internationaler Marktkonkurrenz allmählig den Rang abliefen bzw. einwoben, so zeigte sich, daß diese gleichermaßen antimarxistischen Tendenzen gerade in der mit dem Mauerfall weiter verstärkten Vereinigung mit dem "Antiimperialismus" und "Friedenspolitik" außenpolitisches Ziel haben: Die Gewinnung der Vorherrschaft auf dem Kontinent durch Schwächung der Westalliierten durch Föderung der "Kulturen" und "Ethnien", auch bei gemeinsamen Vorgehen gegen Dritte oder Vierte, wie Jugoslawien, vor allem, wo es nicht mit Frankreich ging.

    - Als Grundstandart gehört dazu das Verschweigen der ideologischen und militärischen Identität und Zusammenarbeit der Islamisten mit dem NationalSozialismus und was das schon in den 80er und 90er Jahren im Iran, auf dem Balkan und Afghanistan bedeutete wie immer gegen ISRAEL. Parallel dazu die immer "intensivere" Auseinandersetzung mit dem NS und Auschwitz, auch Trauer, um die praktische Bedeutung dessen, die Verschmelzung von Kapitalisten und Arbeiterschaft, Atheisten und "Christen" im Judenmord zu "Volksgemeinschaft" zu verdrängen, selbst-vergessen dessen Weiterführung vor allem im Antizionismus und in der Unterstützung von "Revolutionären" wie Saddam, Palästinensern und Mullahs, - heute incl. Selbstmordattentätern, Hisbulla, AchMadiBlechnapf und Chavez nur die mutigsten "Künstler" und das offizielle Deutschland nur über entsprechende Verlinkungen, Stiftungen und (Buch- und Religions-)Empfehlungen; aber bis in Ministerien (!-zB. Alain de Benoist zum 11.9. in einer Buchempfehlung des Entwicklungshilfemini.)oder zB. Oskar LaFontaine, WASG und PDS.-

    1991 rief auch ich noch Kein Blut für Öl - nicht wissend, daß dies eine alte Parole des Völkischen Beobachters war und die CIA-Behauptungen bald alle mehr als bestätigt werden würden, samt der Lieferanten-Rolle Deutschlands, France und Russlands sowieso.

    Nun ist die Lage wegen der Aggression und Erfolge der Islamisten und der gesteigerten, ebenfalls erfolgreichen Doppelstrategie Deutschland und Frankreichs gefährlicher und komplizierter, v.a., wenn auch noch Russland weiter auf die Karte auch internationaler Antisemiten setzen sollte : Einerseits, weil es während der kriegerischen und antiterroristischen Anstrengungen gegen Belgrad, die Taliban, Bagdad kaum wirksame Analyse und Aufklärung gab und soweit von hier hörbar auch kaum in Sachen israelischem Selbstschutz mehr oder weniger nur Plattheiten, Menschenrechtssprüche und (blutige) Oberflächlichkeit.

    Andererseits, weil während der fortschreitenden, deutschunkritischen-Marx-vergessenen Degeneration der Linken, - das aber wohl weit über Deutschland hinaus - die verschärften Ressentiments und Stereotypen zur Gefechtsfelderweiterung des Anti-tums ausgepackt wurden, während sie über einseitige Minderheitenpolitik und "Antirassismus" den Anschluss an die antizivilisatorische "Kulturschutz"politik antirepublikanischer Provinienz gefunden hat, sowie andererseits über die Verschweigung der nazistischen Motive der Islamisten hinaus deren Verteidigung als westalternative "Kultur" oder von Zionisten und Innenministern rassisch verfolgtes Kollektiv.

    - Ich weiß kaum noch, wie die US-Imperialisten, die Öl-Sauger(!, unsere Autos fahren mit Atom, Koks und spez.deutsch mit Gas) von unseren Genossen vor 20-30 jahren karrikiert wurden - die russischen wurden es nur von einer leninistischen Minderheit; aber der geschilderte Zusammenhang macht deutlich woher die heutigen Karrikaturen, Kabarretisten, auch "Dokumentationen" in den Funkmedien hemmungslos und quasi autistisch kommen - positive Ausländerdämonisierung - bzw. was sie so gefährlich macht.

    Ich erinnere mich zB. an die mit goebbelsscher Qualität ausgestattete WDR-TV-Dokumentation "DIE NEUEN KREUZRITTER,- im Bibelgürtel der USA", aktuell im FREITAG "Die Kreuzritter sind voller Ungeduld", dort 2003 auch Bush mit "Wollt ihr den totalen Krieg" karrikiert. - Als ich die Demonstration gegen die US-Intervention gegen Saddam in DU 2003 besuchte diskutierte ich mit einer Gewerkschafterin, die nicht mehr von den Folgen der Rationalisierung und Konzentrierung des Kapitals sprach, sondern von der "Amerikanisiserung". Nachdem eine linke u.a. türkische Truppe mit dem Schlachtruf des NPD-Umfeldes "USA-internationale Völkermordzentrale" unkritisiert von den Umstehenden auf den Gewerkschaftshaus-Vorplatz gerückt war, hetzte der Hauptredner, der örtliche Gewerkschaftsvorsitzende "WIR HABEN NICHT VERGESSEN, WER 1943 UNSER GEWERKSCHAFTSHAUS ZERBOMBT HAT !" - Immer noch nicht dürfen die Palästinensertuch-geschmückten Neonazis auch bei Beteiligung der offenen Islamisten an "Friedensdemonstrationen" von Pazifisten und anderen linken Anti(west)imperialisten Linken Friedensdemos mitziehen. NOCH FRAGEN ?? Vielleicht was der FDP-Möllemann-Schützling KARSLI während ISRAELs Verteidigungskrieg gemacht hat . . .?
    Achim, o2o3-0342871

    By Anonymous Anonym, at 10:40 vorm.  

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