Dienstag, September 27, 2005

Goodbye, Deutschland!

I find that I'm so excited that I can barely sit still or hold a thought in my head. I think it's the kind of excitement only a free man can feel. A free man at the start of a long journey, whose conclusion is uncertain. I hope I can make it across the border. I hope to see my friend and shake his hand. I hope the pacific is as blue as it has been in my dreams. I hope.


--Morgan Freeman als begnadigter Häftling Red in "The Shawshank Redemption", einem der besten Spielfilme aller Zeiten.



Everything that is really great and inspiring is created by the individual who can labor in freedom.


--Albert Einstein, US-amerikanischer Physiker dt. Herkunft, in "Out of My Later Years" (1950).



Vorerst verabschiede ich mich aus diesem Blog, es liegen große und zahlreiche Dinge an.

Den Freunden und Lesern auf dieser Seite alles Gute für ihre Zukunft!


A.S.



Schwarzgeld auf der Suche nach neuen Besitzern

Dank FDR, dem furchtlosen Anführer der weltweiten Verschwörung jüdischen Großkapitals, konnte ich gerade sehr herzlich lachen.
Weswegen?
Dieser grandiose Artikel beantwortet alle Fragen. Auch solche, auf die die CDU noch heute keine Antworten weiß!



Paradiesische Zustände

„Paradise Now” zählt zu der Gruppe gelungener Spielfilme, die politisch Position beziehen, ohne dass sie eine Lösung anzubieten sich anmaßten […]


So beschrieb die FAZ den bald in den Kinos anlaufenden Film „Paradise Now“. Die Story ist sehr kurz erzählt: Zwei jugendliche Palästinenser sprengen Israelische Zivilisten in die Luft. Natürlich wird der Regisseur nun aufschreien, das wäre ja nicht alles. Ist es auch nicht. Beiläufig geht es nämlich auch darum, den Tod palästinensischer Zivilisten mit Israelischen gleichzusetzen.
Spätestens hier sollte der Betrachter nun mit erheblicher Skepsis den Film betrachten. Nicht nur, dass hier palästinensisches Morden verharmlost wird und wieder einmal um Verständnis dafür geworben wird, nein, es findet natürlich wieder eine Umkehr der Täter-Opfer Rolle statt, schließlich sind beide ja nur Produkte Israelischer Okkupation.
Aber mit Verharmlosung kennt sich Hollywood ja besten aus. Mit „Flightplan“ steht ja bereits der nächste Film auf der Warteliste der unmissverständlich Position bezieht und für die völlig falsche Sache eintritt. Und für alle, die eher Ostdeutschland nachtrauern wollen, mit NVA werden auch diese bedient.
Paradiesische Kinozustände..



Sonntag, September 25, 2005

Selbstverständlichkeit

Es ist doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass die Bürger eines Landes sich genau über den Werdegang ihrer gewählten Repräsentanten informieren können. Der deutsche Weg scheint wieder ein anderer zu sein. Erschreckend aber wahr, die SED zieht in den Bundestag ein. Damit müssen wir uns abfinden, wenn es auch sehr schwer fällt die SED im Bundestag und die Brüder im Geiste der SED, die NPD, in einem Landtag zu sehen.
Womit wir uns aber sicherlich nicht abfinden können oder müssen ist die Vorgeschichte einzelner Personen in der SED, genauer gesagt ihre Verbindungen oder gar ihr Arbeitsverhältnis zum Ministerium für Staatssicherheit der ehemaligen DDR. Gregor Gysi steht bereits seit längerem in dem (unbewiesenen) Verdacht für die Stasi tätig gewesen zu sein, von Lothar Bisky weiß man, er habe bei seinen zahlreichen Auslandsreisen „Erlebnisbereichte“ verfasst und dem Terrorregime zur Verfügung gestellt bzw. explizit für die Stasi solche Berichte verfasst. Laut Marianne Birthler, Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen, stehen Mitglieder der neuen SED Fraktion im Deutschen Bundestag in Verdacht, für die Stasi tätig gewesen zu sein. Es wäre nun ein leichtes für die Betroffenen, diesen Verdacht mit einer freiwilligen Überprüfung aus der Welt zu schaffen. Selbstredend ist es auch eine Selbstverständlichkeit dem Wähler gegenüber ohne Einschränkungen diese Überprüfung zu durchlaufen, schließlich wollen wir wissen, wer sich da im Antlitz des Bundesadlers seines MdB Daseins freut.



Mittwoch, September 21, 2005

SPD Servicehotline

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[Danke an SK für den Hinweis!]



Dienstag, September 20, 2005

Ultramontane Umsturzbestrebungen gegen den geliebten Kanzler!

Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein.


--Jesus Christus, zitiert nach Kardinal Lehmann und dem Hl. Markus



Schröder (unbestätigt): "Natürlich bin ich der Erste, ob es diesem Jesus paßt oder nicht! Und überhaupt, wie unvoreingenommen ist wohl einer, der sich nach der Partei benennt, die mir meinen Wahlsieg streitig machen will! Otto, mach mir ma nen Kanzelparagraphen, wie der, den der andre Otto damals hatte!"



Montag, September 19, 2005

Verwirrung

Es ist vollbracht! So ziemlich jeder in Deutschland steht dem Wahlergebnis mit Ratlosigkeit gegenüber. GröDaZ und Münte verkünden stolz ihren Wahlsieg, Merkel wirkte zurecht völlig enttäuscht und konstatiert, Fischer versuchte sich durchaus erfolgreich als Late-Night Entertainer und die FDP feiert, völlig zu Unrecht wie ich finde. Natürlich, die Freude ist nachvollziehbar bei nahezu 10 %, aber um ehrlich zu sein, mir blieb die Freude doch sehr im Halse stecken. Zuerst und an aller oberster Stelle steht das Wohl des Landes, Deutschlands, sprich der Menschen, und dann erst sollte die Partei folgen. Auf gar keinen Fall sollte man das Wohlergehen der Partei über das Wohlergehen des Volkes stellen.
Doch was will das Volk?
Ehrlichkeit wurde gestern vom Volk bestraft. Das Wahlprogramm der Union gehörte zu den ehrlichsten überhaupt. Diese Ehrlichkeit wurde ihr gestern Unglaublicherweise zum Verhängnis.
Über die Hälfte des Deutschen Volkes identifiziert sich mit sozialdemokratischer bis sozialistischer Ideologie, ein teil davon sogar mit totalitärem Kommunismus. Wie zum Teufel erhoffen sich diese Menschen die gravierenden Probleme zu lösen? Durch mehr linke Politik, durch weniger Freiheit? In welchem Land der Erde hat sich dies als Lösungsformel für wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme erwiesen?
Der eigentliche Verlierer des gestrigen Abends waren nicht die Parteien, es war auch nicht Angela Merkel oder Gerhard Schröder, nein, es war einzig und allein Deutschland. Denn das Deutsche Volk ist es, das dieses katastrophale Ergebnis auslöffeln muss. Bei diesem Wahlergebnis wird keine theoretisch mögliche Koalition erfolgreich Probleme lösen können und tief greifende Reformen auf den Weg bringen können.
Dies führt auch zu der Frage, welche Koalition Deutschland bald regieren wird. Die klassische Ampel wurde bereits deutlich von der FDP ausgeschlossen, auch wenn weiterhin fleißig bei der SPD darauf gehofft wird, es wird keine klassische Ampel geben. Genauso wenig wäre eine Große Koalition verheißungsvoll. Bei diesem Ergebnis mit drei Sitzen Differenz zu Gunsten der Union würden beide Parteien, CDU/CSU sowie die SPD, nur auf einen günstigen Zeitpunkt für ein Misstrauensvotum warten um erneute Neuwahlen herbeizuführen. Und wer soll überhaupt die Große Koalition führen? Schröder sicherlich nicht, auch wenn er weiter, anscheinend unter Drogeneinfluss stehend, anders kann ich mir seine Äußerungen und Entgleisungen gestern kaum mehr erklären, sich selbst als Kanzler sieht. Doch auch Angela Merkel hätte keine Zukunft als Kanzlerin. Von der eigenen Fraktion kritisiert, von der SPD bereits als inakzeptabel tituliert. Es bleibt die Frage einer Schwampel. Mein Freund AS sah dies bereits gestern als das geringste Übel an. Ich stehe auch dieser Konstellation sehr skeptisch gegenüber. Werden die Realos bei den Grünen sich durchsetzen und somit überhaupt erst die Grundlage für eine solche Koalition legen? Kann sich der konservative Block in der Union zu einem kulturellen Spagat durchringen und mit den Grünen in ein Boot steigen? Und werden die extremen Gegensätze zwischen FDP und Grünen überwunden?
Es gibt wohl kein Punkt, bei dem bei allen drei Koalitionsparteien eine Schnittmenge besteht. Zugegeben, die Positionen der Grünen und der FDP sind bei den Bürgerrechten nahezu deckungsgleich, doch genauso wie hier die Union gegensätzliche Auffassungen vertritt haben die Grünen mit der FDP sowie mit der Union erhebliche Differenzen.
Eine sehr bizarre Situation, in der wir uns befinden. Pragmatisch gesehen scheint die Schwampel durchaus die beste Lösung zu sein, oder sagen wir eher die am wenigsten schlechteste Lösung.
Es werden spannende Tage auf uns zukommen, und es wird überaus interessant sein, die weiteren Koalitionsverhandlungen zu verfolgen.
Doch eins können wir jetzt bereits festhalten, der große Verlierer des gestrigen Abends ist Deutschland.



Sonntag, September 18, 2005

Aus ist's -- Deutschland!

Ein stolzes Schiff streicht einsam durch die Wellen
und führt uns unsre deutschen Brüder fort.
Die Fahne weht, die weißen Segel schwellen,
Amerika ist ihr Bestimmungsort.
Seht auf dem Verdeck sie stehen,
sich noch einmal umzudrehen,
ins Vaterland, ins heimatliche Grün,
seht, wie sie übers große Weltmeer ziehn.

Sie ziehn dahin auf blauen Meereswogen.
Warum verlassen sie ihr Heimatland?
Man hat sie um ihr Leben schwer betrogen,
die Armut trieb sie aus dem Vaterland.
Schauet auf, ihr Unterdrücker,
schauet auf, ihr Volksbetrüger!
Seht eure besten Arbeitskräfte fliehn,
seht, wie sie übers große Weltmeer ziehn.

Sie ziehn dahin, wer wagt sie noch zu fragen:
Warum verlassen sie ihr Heimatland?
O armes Deutschland, wie kannst du es ertragen,
daß deine Brüder werden so verbannt.
Was sie hofften, hier zu gründen,
suchen sie dort drüben zu finden;
drum ziehen sie vom deutschen Boden ab
und finden in Amerika ihr Grab.


Welche Lehren ziehen wir aus diesem Ergebnis? Nach einem besseren Leben in erster Linie für sich selbst, nicht für das Land, streben. Rückzug ins Private. Biedermeier. Mit Fleiß und Ehrgeiz lernen, sparen, informieren, Sprachen perfektionieren. Und dann den Flieger besteigen. Und dann das Gewonnene sichern, guter Job, eignes Haus, dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung, citizenship -- auf daß zumindest die nächste Generation in einem freien Land aufwachsen möge und unsere Sorgen nicht mehr wird nachvollziehen können oder müssen.

Ich geh jetzt ins Bett, der Jubel auf der Wahlparty nach dem Vernehmen der ersten FDP-Zahlen ist mir inzwischen im Halse steckengeblieben. Grade noch im Radio gehört, daß die (nach der Wahl) hierzu befragten Schafe die große Koalition als beste Option für unser altes Deutschland ansehen. Und wer wird wohl beim Persönlichkeits-Wettstreit um's staatsmännischere Auftreten das Kanzleramt gewinnen?

Alles, was ich mir noch erhoffe: Daß der totale Kollaps noch so lange auf sich warten läßt, daß nicht wenige der von mir zurückgelassenen Angehörigen und Freunde nachkommen können.

Das letzte Fünkchen Optimismus flüstert mir zu: Schwampel. Oder Neu-Neuwahlen, bis es paßt.



Aus is` Gerd!

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Samstag, September 17, 2005

Meinungsbild und Stimmungsmache

Als kleine Einstimmung zum Wahlsonntag:


Hans Olaf Henkel Stiftungsleiter und Autor

Zu dieser Wahl gehe ich mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite hoffe ich, daß die Wähler dem rot-grünen Spuk ein Ende bereiten, daß ein Bundeskanzler, der viele Unbedarfte auf das geschickteste verführt und in die falsche Richtung gelenkt hat, durch eine Kanzlerin ersetzt wird, die das sagt, worauf es ankommt. Auf der anderen Seite erscheint es mir fast ungerecht, daß Schröder, Fischer, Trittin & Co. sich bald so billig wie einst auch Lafontaine davonstehlen können. Sie hätten es verdient, die Suppe, die sie uns eingebrockt haben, auch auslöffeln zu müssen. So ist zu befürchten, dass diejenige, die demnächst versucht, die Scherben wegzuräumen, sich bald von denjenigen kritisieren lassen muß, die das wirtschafts- und außenpolitische Porzellan erst zerschlagen haben.


Roland Berger Unternehmensberater

Deutschland steht in der Tat vor einer Schicksalswahl. Fehlendes Wirtschaftswachstum, eine überbordende Staatsverschuldung von 330 Prozent des Bruttosozialprodukts, 7 Mio. Arbeitssuchende und die sozialen Sicherungssysteme an der Grenze zur Zahlungsunfähigkeit: Unser Land ist wirtschaftlich strukturell eingebrochen, trotz Gerhard Schröders mutiger und richtiger Reformen und erster Erholungstendenzen. Die neue Regierung braucht daher viel Mut zur weiteren Erneuerung unseres Landes, eine glaubwürdige marktwirtschaftliche Ausrichtung und ein christlich-abendländisches Wertesystem.


Rolf Tophoven Terrorismusexperte

Ich atme auf! Die Stunden der oft kaum von inhaltlicher Substanz geprägten TV-Duelle sind vorbei. Ein Wahlkampf geprägt von Emotionen und geschickt verpackten populistischen Eruptionen ist zu Ende. Endlich, am Sonntag ist "High noon" - die Stunde der Entscheidung! Die Stunde des Souveräns, des Wählers, schlägt. Wie selten vor einer Wahl liegt über dem Votum vom Sonntag ein Schleier der Ungewißheit ob ihres Ausgangs. Reizvoll für die Meinungsforscher - gewiß. Doch fatal für das Land. Denn Deutschland braucht Klarheit in der Politik, braucht Mut für wirtschaftlichen Aufschwung. Dazu bedarf es eines eindeutigen Wählervotums. Das wünsche ich mir. Die "Showtime" des Wahlkampfes ist vorbei. Es geht nicht mehr um die bessere Selbstdarstellung, sondern um Kompetenz und die langfristig besseren Konzepte. Darüber müssen wir am Sonntag alle entscheiden. Es ist in der Tat eine Richtungsentscheidung für Deutschland.


Norbert Walter Chefökonom

Die vorgezogene Bundestagswahl 2005 wird eine Weichenstellung ohne Beispiel in den letzten 50 Jahren. Die Nachkriegszeit ist endgültig vorüber, die Wiedervereinigung wegen der Fortsetzung sozialistischer Politik unter Schwarz-Gelb und Rot-Grün verunglückt. Die Herausforderungen durch eine immer stärker globalisierte Welt vermehren sich, die Fähigkeit vital und kraftvoll darauf zu reagieren, hat sich infolge des demografischen Niedergangs verschlechtert. Mit dieser Wahl müssen Freiheit und Eigenverantwortung, "Unternehmer werden" und "für Innovation sorgen" zum Maßstab des Handeln werden. Die Koalition folgte Schröder schon beim zu Ende gehenden Versuch nicht. Hoffentlich weiß Merkel die Alt-Sozialisten ihres Lagers daran zu hindern, der Zukunft und den dazu nötigen Reformen im Wege zu stehen.


Bassam Tibi Professor

Als Professor für Internationale Politik mit globaler Vernetzung weiß ich, daß Schröder und Fischer großen Schaden in der Außenpolitik angerichtet haben. Als ich vor meiner Abreise nach New York wegen einer Gastprofessur meinen Wahlzettel in den Briefkasten warf, hatte ich ein gutes Gefühl, etwas für meine Heimat getan zu haben. Merkel ist die bessere Bundeskanzlerin für einen Neubeginn in Deutschland


Henryk Broder Publizist und Autor

Zum ersten Mal in meiner 40jährigen Karriere als Souverän werde ich nicht die SPD wählen. Auch nicht die Grünen. Ich war lange genug das typische Stimmvieh, das noch einen Besenstiel gewählt hätte, wenn daran der Zettel "rot-grün" geklebt hätte. Erst aus Überzeugung, es gab zur SPD keine Alternative, dann aus Kalkül. Es war eben das "kleinere Übel". Als Gerhard Schröder Kanzler wurde und Joschka Fischer Außenminister, empfand ich einen Anflug von deutschem Stolz: Ein Land, in dem der Sohn einer Putzfrau und ein Opel-Hilfsarbeiter es so weit bringen können, ein solches Land ist besser als sein Ruf.


Brigitte Kronauer Schriftstellerin

Ich versuche zu hoffen: Auf eine der sozialen Gerechtigkeit verpflichtete Innenpolitik, eine Außenpolitik, die unbeirrbar auf Diplomatie setzt und, last not least, auf ein Umweltministerium, das nicht vor den Forderungen der Wirtschaft in die Knie geht.